Wahl in Schleswig-Holstein

Umfrage vor Wahl: CDU überholt im Norden die SPD

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Wahlplakate mit den Spitzenkandidaten Daniel Günther (CDU) und Torsten Albig (SPD) in Kiel. Foto: Carsten Rehder

Sind die Karten vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein neu gemischt? Erstmals in diesem Jahr liegt die Union in einer Umfrage vor der regierenden SPD. Droht der Schulz-Partei nach der Saar-Wahl der nächste Dämpfer?

Kiel (dpa) - Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein droht die Koalition aus SPD, Grünen und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) ihre Mehrheit zu verlieren.

Zwei heute veröffentlichte Umfragen sahen die CDU erstmals in diesem Jahr vor der regierenden SPD. Nach diesen Ergebnissen hätte die aktuelle Koalition von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) keine Mehrheit. Die Schleswig-Holsteiner bestimmen am 7. Mai einen neuen Landtag.

Würde bereits an diesem Sonntag gewählt, bekäme die CDU laut ZDF-"Politbarometer" (Forschungsgruppe Wahlen) 32 Prozent, die SPD 30 Prozent. Eine ARD-Umfrage (Infratest dimap) sah die CDU ebenfalls bei 32 und die SPD bei 31 Prozent. In früheren Umfragen in diesem Jahr lagen die Sozialdemokraten immer vorn.

Auch bei den anderen Parteien sind die Ergebnisse eng beieinander. Die Grünen stehen jeweils bei 12 Prozent, die FDP beim ZDF bei 9 und bei der ARD bei 8,5 Prozent, AfD und SSW jeweils bei 6 und 3 Prozent. Der Linken sagte das ZDF 5 Prozent und die ARD 4,5 Prozent voraus. Laut ZDF-Umfrage wissen 40 Prozent der Stimmberechtigten noch nicht, ob und wen sie wählen werden.

Klar vorn lag der Amtsinhaber in der fiktiven Frage nach einer Direktwahl des Ministerpräsidenten. Albig (53) kommt auf 46 Prozent beim ZDF und auf 48 Prozent bei der ARD, CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther auf 31 und 27 Prozent. Mit der Arbeit der jetzigen Landesregierung zeigten sich bei der ARD 61 Prozent zufrieden. Das ist ein besserer Wert als der für die Bundesregierung (53 Prozent).

ZDF-Politbarometer

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