Erschwingliche Modelle gefordert

Umweltministerin Hendricks will Quote für Elektroautos

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"Wenn die Autobranche liefert, dann immer nur unter Druck", findet Barbara Hendricks. 

Berlin - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will den bislang schleppenden Absatz von Elektroautos mit einer Quote in Schwung bringen.

"Die Quote wird die Hersteller auch dazu bewegen, endlich Modelle anzubieten, die für Normalverdiener erschwinglich sind", sagte Hendricks der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Montag. "Wenn die Autobranche liefert, dann immer nur unter Druck", fügte die SPD-Politikerin hinzu. 

Von einem Verbot von Verbrennungsmotoren hält die Ministerin dagegen nichts. "Ein pauschales Verbot für Verbrennungsmotoren sehe ich nicht. Aber es ist gut möglich, dass wir eine Quote für Elektroautos brauchen werden, um den Übergang ohne Brüche zu organisieren", sagte sie. 

Die Bundesregierung hatte erst im vergangenen Sommer eine staatliche Prämie für den Kauf von Elektroautos eingeführt. Sie stößt aber nur auf verhaltenes Interesse. Ein halbes Jahr nach dem Start wurden nur rund 9000 Anträge gezählt. Die Bundesregierung hat für Deutschland das Ziel ausgegeben, eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auf die Straßen zu bringen. 2016 wurden in Deutschland 11.410 Elektroautos neu zugelassen. 

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erwartet für dieses Jahr allerdings einen Sprung beim Absatz von Elektroautos. "Wir gehen davon aus, dass der Elektromarkt im Jahr 2017 um 50 Prozent zulegen wird", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel der Branchenzeitung "Automobilwoche". Für die Plug-in-Hybride sieht der Verband ein Plus von 40 Prozent, ebenso wie für Hybride.

Afp

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