Mehr als 2.000 getötete Zivilisten seit 2014

UN: Fast 10.000 Tote im Ukraine-Konflikt

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UN-Menschenrechtskommissar Said Raad Al-Hussein am Montag in Genf.

Genf - Die Vereinten Nationen haben eine erschreckende Zwischenbilanz des Ukraine-Konflikts gezogen: Fast 10.000 Menschen seien ums Leben gekommen. Zuletzt besserte sich die Lage.

Im Ukraine-Konflikt sind nach Angaben der Vereinten Nationen bislang mindestens 9.758 Menschen getötet worden. Mehr als 2.000 davon seien Zivilisten gewesen, sagte UN-Menschenrechtskommissar Said Raad Al-Hussein am Montag in Genf. 

Trotz Verletzungen des 2015 ausgehandelten Waffenstillstands zwischen ukrainischen Einheiten und prorussischen Separatisten sei die Zahl der Opfer im November und Anfang Dezember zurückgegangen. „Ich hoffe, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt“, sagte Al-Hussein. Mindestens 22.800 Menschen seien seit Ausbruch der Kämpfe im April 2014 verletzt worden.

Hunderte Vermisste

Die UN-Bilanz bezieht sich auf getötete ukrainische Soldaten, Angehörige der bewaffneten Separatisten-Gruppen und Zivilisten. Hunderte weitere Menschen werden nach UN-Angaben von ihren Familien vermisst. Sie könnten entführt, festgehalten oder tot und nicht identifiziert sein, sagte Al-Hussein.

In Teilen der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk bekämpfen sich Regierungseinheiten und von Moskau unterstützte Separatisten. Als Auslöser gelten die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland und der Regierungswechsel in Kiew nach monatelangen prowestlichen Protesten.

dpa

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