Mehr als ein Kind pro Tag

Unicef: 200 Kinder auf Flucht über Mittelmeer gestorben

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In diesem Jahr sollen bereits mindestens 200 Kinder auf der Flucht über die Mittelmeerroute gestorben sein (Archivbild).

Rund 5500 unbegleitete Minderjährige seien seit Januar in Italien angekommen. Die Zahl der Kinder, die auf dem Weg über das Mittelmeer ihr Leben lassen mussten, ist erschreckend. 

Taormina - In diesem Jahr sind bereits mindestens 200 Kinder auf der Flucht über die zentrale Mittelmeerroute gestorben. Das sei mehr als ein Kind pro Tag, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag anlässlich des anstehenden G7-Gipfels in Sizilien mit. Rund 5500 unbegleitete Minderjährige seien seit Januar in Italien angekommen.

Erst diese Woche hatte es ein Flüchtlingsunglück gegeben, bei dem mindestens 34 Menschen starben, darunter viele kleine Kinder. Es wird befürchtet, dass wesentlich mehr Menschen bei dem Unglück vor der libyschen Küste gestorben sind.

Im sizilianischen Taormina treffen sich diesen Freitag und Samstag die Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industriestaaten. „Es ist richtig, dass sich die G7-Chefs an so einem symbolischen Ort für eine der größten Krisen unserer Zeit treffen“, sagte Vize-Generaldirektor Justin Forsyth. Es sei der Moment, in dem sie Führungsstärke zeigen müssten, um einen konkreten Plan zur Hilfe für Flüchtlinge vorzulegen. In Sizilien kommt der Großteil der Migranten aus Afrika über das Mittelmeer an.

dpa

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