"Klare Position" erwünscht

Unionspolitiker: Doppelpass-Abschaffung ins Wahlprogramm

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Ein türkischer Pass und ein deutscher Reisepass. Forderungen nach Korrekturen am Doppelpass kamen nach dem Referendum in der Türkei wieder hoch. Foto: Daniel Bockwoldt

Berlin (dpa) - In der Union mehren sich Stimmen, die eine Abschaffung des Doppelpasses im Wahlprogramm verankern wollen. "Die CDU sollte den Beschluss des Essener Parteitages 1:1 ins Wahlprogramm aufnehmen", sagte der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach der "Rheinischen Post".

Innen-Staatssekretär Günter Krings sagte: "Diese langjährige Haltung der Union sollte sich auch 2017 im Wahlprogramm wiederfinden." Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), wünschte sich, "eine klare Position im gemeinsamen Wahlprogramm dahingehend vorzunehmen, die Erweiterungen bei der doppelten Staatsbürgerschaft wieder rückgängig zu machen".

Der CDU-Parteitag hatte im Dezember dafür votiert, die Optionspflicht für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern wieder einzuführen. Die Kinder müssten sich dann für einen Pass entscheiden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte aber erklärt, in der laufenden Legislaturperiode werde es bei der geltenden Praxis bleiben, dass diese Kinder neben der deutschen Staatsbürgerschaft auch die ihrer Eltern behalten können. Forderungen nach Korrekturen am Doppelpass kamen auch nach dem Referendum in der Türkei wieder hoch, bei dem eine Mehrheit der türkischstämmigen Wähler in Deutschland für die Verfassungsreform von Präsident Recep Tayyip gestimmt hatte.

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