Urteil in München

Mehrjährige Haftstrafen für rechte Oldschool Society

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Die Facebookseite der Oldschool-Society.

München - Das Oberlandesgericht München hat vier Mitglieder der rechtsextremen Oldschool Society am Mittwoch zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt.

Nach elfmonatiger Beweisaufnahme sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Angeklagten eine terroristische Vereinigung gebildet hatten. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht etwas unter der Forderung der Bundesanwaltschaft - die Verteidiger hatten Freisprüche gefordert.

Die drei Männer und eine Frau hatten sich über das Internet zusammengefunden und ihre Hasstiraden über soziale Netzwerke und Messaging-Dienste ausgetauscht. In einem Telefonat hatten der Anführer, „Präsident“ Andreas H. (58) aus Augsburg, und sein „Vize“ Markus W. (41) aus Sachsen darüber gesprochen, wie sie Nagelbomben bauen könnten.

Die längsten Haftstrafen bekamen die beiden Rädelsführer der Gruppe. Markus W. wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, Anreas H. zu viereinhalb Jahren Haft. Die einzige Frau des Quartetts, Denis G., erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten, der vierte Angeklagte Olaf O. drei Jahre Haft.

afp/dpa

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