Reaktion auf Raketentest

US-Botschafterin droht Nordkorea mit Militärschlag 

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US-Botschafterin Nikki Haley sprach am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat über Nordkorea.

Mit seinem jüngsten Raketentest scheint Nordkorea das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. US-Botschafterin Nikki Haley sagte vor dem UN-Sicherheitsrat, ein Militärschlag sei denkbar.

US-Präsident Donald Trump hat eine harte Reaktion auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas angekündigt. „Wir werden dem sehr entschieden begegnen“, sagte Trump am Donnerstag bei seinem Besuch in Warschau. 

Am Mittwoch hatte die US-Botschafterin Nikki Haley in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat Nordkorea sogar offen mit einem Militärschlag gedroht. Man sei vorbereitet, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um sich gegen das Gebahren Nordkoreas zu verteidigen, sagte Haley, die die USA vor den Vereinten Nationen vertritt. Dazu gehöre auch ein Einsatz der militärischen Kräfte. „Wir werden sie nutzen, wenn wir müssen“, so Haley wörtlich, aber man bevorzuge es, dies zu vermeiden.

Trump weicht Frage nach militärischer Antwort aus

Trump beantwortete dagegen nicht die Frage, ob er bereit sei, in Nordkorea militärisch einzugreifen. „Ich ziehe keine rote Linie“, sagte er in Anspielung auf eine frühere Aussage seines Vorgängers Barack Obama zu Syrien. Jedoch gebe es eine Reihe sehr ernster Optionen. „Ich mag nicht darüber sprechen, was ich denke“, sagte der US-Präsident.

Die USA sind auch wegen des Falles des US-Studenten Otto Warmbier verstimmt. Er war in Nordkorea inhaftiert und verurteilt worden. Später würde er wegen einer schweren Erkrankung nach Hause entlassen und lag im Koma. Warmbier starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA.

Nordkorea hat am Dienstag nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich eine Interkontinental-Rakete getestet. Bereits in den Wochen und Monaten zuvor hatte es eine Reihe von Raketentests gegeben, die der Westen scharf verurteilte und als Verstoß gegen UN-Resolutionen ansieht.

USA wollen Sanktionen verschärfen

Die USA haben derzeit kein Interesse an einer militärischen Eskalation in Nordkorea. Es herrscht die allgemeine Einschätzung, dass ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu einem großen Blutvergießen führen würde. Zunächst geht es Washington um eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea. Russland und China sind skeptisch und setzen auf verstärkten Dialog.

Trump kritisiert China scharf für ihre Nordkorea-Politik. Peking habe den Handel mit Pjöngjang zuletzt noch ausgedehnt. Nach Überzeugung des Weißen Hauses verfügt China über erhebliche wirtschaftliche Druckmittel, um Pjönjang zum Einlenken zu bewegen, nutzt diese aber nicht in ausreichendem Maße.

dpa/smu

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