Mit Messer bewaffnet

US-Polizisten erschießen schwangere Afroamerikanerin

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Ein Polizist hält vor dem Haus der US-Amerikanerin Charleena Lyles in Seattle (USA) ein Kind im Arm. Die 30-Jährige schwangere schwarze Frau, die psychische Probleme gehabt haben soll, wurde von zwei Polizisten erschossen. Foto: Bettina Hansen

Sie rief selbst die Polizei - und starb durch ihre Kugeln. In den USA ist eine schwangere Afroamerikanerin umgekommen, die die Beamten wegen eines versuchten Einbruchs gerufen hatte.

Seattle (dpa) - Zwei Polizisten haben in Seattle eine bewaffnete, schwangere schwarze Frau erschossen. Die 30-Jährige habe die Beamten wegen eines versuchten Einbruchs alarmiert, teilte die Polizei mit.

Als die Polizisten an der Wohnung der Frau ankamen, habe diese ein Messer in der Hand gehabt. Die Einsatzkräfte hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Sofort alarmierte Rettungskräfte hätten nur noch den Tod der 30-Jährigen feststellen können. In der Wohnung waren den Angaben nach mehrere Kinder, die aber nicht verletzt wurden.

Die Zeitung "The Seattle Times" berichtete unter Berufung auf die Familie des Opfers, dass die Frau seit mehreren Monaten schwanger gewesen sei. Sie soll außerdem psychische Probleme gehabt haben. Ihre Verwandten erklärten, sie sei zu zierlich gewesen, um die Beamten wirklich zu bedrohen.

Interne Ermittler prüfen Polizeiangaben zufolge den Vorfall. Die beiden Beamten seien für diese Zeit vom Dienst freigestellt.

Polizeibericht, engl.

Bericht "Seattle Times", engl.

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