Senat will Trump jr. befragen

„Wunderbarer junger Mann“: Trump nimmt Sohn in Schutz

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Donald Trump junior steht weiter im Fokus von Öffentlichkeit und Volksvertretern

Der US-Senat will Donald Trump jr. wohl zur Russland-Affäre befragen. Sein Vater sowie Russlands Außenminister versuchen derweil, die Wogen zu glätten.

Washington/Berlin - Der Justizausschuss des US-Senats will den ältesten Sohn von US-Präsident Donald Trump in der Russland-Affäre befragen. Der Vorsitzende des Gremiums, der Republikaner Chuck Grassley, kündigte am Donnerstag an, Donald Trump Jr. in einem Brief um eine Aussage vor dem Gremium zu bitten.

Der 39-jährige Präsidentensohn hatte eingeräumt, dass er sich während des Wahlkampfes mit einer russischen Anwältin getroffen hatte. Er machte am Dienstag einen E-Mail-Wechsel öffentlich. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über Hillary Clinton, die Konkurrentin seines Vaters bei der Präsidentschaftswahl, in Aussicht gestellt worden waren. Der Fall bringt Donald Trump weiter unter Druck.

„Nun mal nicht das netteste Geschäft der Welt“

Donald Trump nahm seinen Sohn erneut in Schutz. Ein Gesprächsangebot, wie es sein Sohn im vergangenen Jahr im Wahlkampf akzeptiert hatte, hätten "die meisten in der Politik tätigen Leute angenommen", sagte der US-Präsident am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron in Paris

Donald Trump junior hatte sich mit einer russischen Anwältin getroffen, nachdem ihm belastende Informationen über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton aus der Hand des russischen Generalstaatsanwalts in Aussicht gestellt worden waren. 

Sein Sohn sei ein "wunderbarer junger Mann", sagte Trump. Er habe damals "Nachforschungen über den Gegner" betrieben, was "Standard in der Politik" sei. Politik sein nun mal nicht "das netteste Geschäft der Welt". Der US-Präsident betonte, dass die Anwältin Natalia Weselnizkaja keine russische "Regierungsanwältin" gewesen und das Gespräch im Trump Tower "sehr, sehr schnell" über die Bühne gegangen sei.

US-Geheimdienste beschuldigen Moskau seit längerer Zeit, hinter Attacken auf E-Mail-Konten der Demokraten zu stehen. Sie werfen dem Kreml vor, sich auf diese Weise in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gab.

Lawrow: „Machen Sie sich keine Sorgen“

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat unterdessen erneut Vorwürfe zurückgewiesen, Russland habe in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen und versucht, den Kandidaten Donald Trump zu unterstützen. „In den acht Monaten der dort laufenden Ermittlungen gab es keine einzige Tatsache, die auf den Tisch gelegt werden konnte“, sagte Lawrow am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung der Körber-Stiftung in Berlin laut offizieller Übersetzung. „Es wird nur spekuliert.“ 

Mit Blick auf eine mögliche Einflussnahme auf die Bundestagswahl im September sagte der russische Außenminister nur: „Machen Sie sich keine Sorgen.“

Eine Ex-US-Agentin meint hingegen, Trump jr. sei auf einen russischen Spionage-Trick hereingefallen. Mehr erfahren Sie hier.

dpa/fn

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