Demokraten-Vorwahl

Nach seiner ersten TV-Debatte mit Demokraten: Bloomberg erhält Rückenwind von weltbekannter Hollywood-Legende

+
Hollywood-Legende Clint Eastwood ist offenbar ein großer Fan von Michael Bloomberg.

Bei seinem ersten TV-Auftritt als Präsidentschaftskandidat der Demokraten musste Michael Bloomberg einiges einstecken. Nun bekommt er prominente Unterstützung.

  • In der Nacht zum Donnerstag fand eine TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber statt. 
  • Zum ersten Mal nahm auch US-Milliardär Michael Bloomberg teil, er musste viel Kritik einstecken
  • Wenige Tage später erhält der ehemalige New Yorker Bürgermeister nun allerdings unerwartete Unterstützung.

Update vom 24. Februar 2020: Zwar lief sein erster Auftritt bei einer TV-Debatte für den Demokraten Michael Bloomberg alles andere als glatt, doch nun bekommt der ehemalige New Yorker Bürgermeister Unterstützung von einer echten Hollywood-Legende. Kein Geringerer als Clint Eastwood erklärte kürzlich in einem Interview mit dem Wall Street Journal: „Das Beste, was wir tun könnten, wäre Mike Bloomberg ins Weiße Haus zu bringen.“ Dieses Statement ist durchaus überraschend, da der weltbekannte Schauspieler eigentlich einer der wenigen Republikaner im ansonsten komplett liberalen Hollywood ist. 

Ob Eastwoods Zuspruch Bloomberg beim Wahlkampf helfen wird? Gut möglich, denn der 89-Jährige wird sowohl von liberalen als auch konservativen Amerikanern bewundert. Das Hollywood-Urgestein ist außerdem auch auf der politischen Bühne kein unbeschriebenes Blatt. Von 1986 bis 1988 war er selbst Bürgermeister im kalifornischen Carmel by the Sea. 


Michael Bloomberg verhöhnt US-Präsident Donald Trump mit Wahlplakaten

Update vom 22. Februar 2020, 12.45 Uhr:

Kurz vor der Präsidentschaftsvorwahl der Demokraten im Bundesstaat Nevada hat der Medienmilliardär Michael Bloomberg US-Präsident Donald Trump auf mehreren Riesen-Plakaten in Las Vegas verhöhnt. "Donald Trump schummelt beim Golfen", prangte am Freitag etwa in grell roten Buchstaben auf einer Plakatwand an der berühmten Kasinomeile Strip - nur rund drei Kilometer entfernt von dem Hotel, in dem der Präsident am selben Abend logierte.

"Nach Wählerstimmen hat Donald Trump die vergangene Wahl verloren" und "Donald Trumps Mauer ist umgefallen", hieß es auf weiteren Plakaten, die Bloomberg in dem Spielerparadies im Wüstenstaat Nevada aufstellen ließ. Trump hielt sich am Freitag für einen Wahlkampfauftritt in Las Vegas auf.

Und noch ein Spott-Plakat Bloombergs: "Nach Wählerstimmen hat Donald Trump die vergangene Wahl verloren".

Michael Bloomberg musste bei TV-Debatte viel Kritik einstecken

München/ Las Vegas - Für US-Milliardär Michael Bloomberg war es kein guter Start: Bei seiner ersten Teilnahme an einer TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber musste er viel Kritik von seinen Rivalen einstecken. In der Nacht zum Donnerstag lieferten sich die demokratischen Kontrahenten in Las Vegas nämlich härtere Kämpfe denn je - vor allem den Späteinsteiger Bloomberg traf es dabei besonders. Alle fünf anderen Demokraten - darunter der linksgerichtete Senator Bernie Sanders, die ebenfalls linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren, der frühere Vizepräsident Joe Biden, der ehemalige Bürgermeister Pete Buttigieg und die Senatorin Amy Klobuchar - griffen ihn ab der ersten Minute an. 

Michael Bloomberg musste harsche Kritik von seinen Kontrahenten einstecken 

Die Attacken gegen Michael Bloomberg kamen zwar mit Ansage, doch fielen sie letztlich noch schärfer aus als erwartet. Einen "arroganten Milliardär", der "rassistische Politik" verteidigt und Frauen als "fette Tussis und pferdegesichtige Lesben" bezeichnet habe, schimpfte Warren den früheren New Yorker Bürgermeister. Linken-Ikone Bernie Sanders und der Demokraten-Jungstar Pete Buttigieg warfen dem Medienmogul hingegen vor, sich mit Geld Macht erkaufen zu wollen. Ein weiterer Vorwurf gegen den 78-Jährigen: Er lege seine Steuererklärungen nicht offen. 

Vorwurf gegen Bloomberg: er habe „rassistische Politik“ verteidigt

Bloomberg hatte zwar Mühe, sich gegen die Angriffe zur Wehr zu setzen. Dennoch teilte er selbst auch heftig gegen seine Mitbewerber aus: Er stellte Sanders in die kommunistische Ecke und sagte, der linksgerichtete Senator hätte bei der Präsidentschaftswahl im November "keine Chance" gegen Amtsinhaber Donald Trump. Einen Moment der Debatte, in dem es zu einem Streitpunkt mit Sanders kam, postete der Milliardär später auf Twitter: 

Bloomberg war jedoch nicht der einzige, der bei der Debatte Kritik einstecken musste. Denn auch die übrigen Präsidentschaftsanwärter auf der Bühne griffen einander heftig an. In einer teils atemlosen Debatte nutzten die Präsidentschaftsbewerber nahezu jede Antwort für eine Breitseite gegen die Konkurrenz.

Auch die übrigen Präsidentschaftsanwärter griffen einander an

Bloomberg hat das Präsidentschaftsrennen der Demokraten gehörig aufgemischt, seit er im November als Nachzügler seine Kandidatur verkündete. Er hat einst das nach ihm benannte Finanz- und Medienunternehmen gegründet und gilt als einer der reichsten Menschen der Welt. Mehr als 300 Millionen Dollar hat der Mitte-Politiker inzwischen aus eigener Tasche in den Wahlkampf gesteckt. Mit dieser wahnwitzigen Summe stellt er dabei alle seine Rivalen in den Schatten. Doch in Umfragen zahlen sich seine Mühen aus: Meinungsforscher sehen den 78-Jährigen derzeit direkt hinter Favorit Sanders in einem engen Rennen um Platz zwei mit Ex-Vizepräsident Joe Biden. 

Auch US-Präsident Donald Trump schießt gegen den Demokraten-Kandidat Bloomberg.

Weitere Informationen zu den US-Vorwahlen: Termine, Kandidaten und das Wahlsystem. 

dpa/afp/kf

Kommentare