Aus den Reihen der Opposition

Van der Bellen ist neues Staatsoberhaupt Österreichs

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Mit Alexander Van der Bellen übernimmt erstmals ein Vertreter der Opposition das höchste Staatsamt in Österreich. Foto: Florian Wieser

Der Weg in die Hofburg war lange für Alexander Van der Bellen. Nach einer Annullierung und einer Verschiebung der Wahl hieß es für den Professor fast ein Jahr lang um jede Stimme kämpfen. Nun wird der 73-Jährige vereidigt.

Wien (dpa) - Der 73-jährige ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen ist neues Staatsoberhaupt Österreichs. Der Wirtschaftsprofessor legte vor der Bundesversammlung in Wien seinen Amtseid ab.

"Ich gelobe, dass ich die Verfassung und alle Gesetze der Republik getreulich beobachten und meine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde", schwor Van der Bellen.

Es ist das erste Mal in der Nachkriegsgeschichte des Landes, dass der Staatspräsident aus den Reihen der Opposition kommt. Der EU-Anhänger Van der Bellen hatte am 4. Dezember die Stichwahl gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer mit 53,8 Prozent überraschend klar gewonnen.

Überschattet wurde die feierliche Zeremonie im Parlament von der bisher tiefsten Regierungskrise. Die rot-schwarze Koalition von sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP verhandelt zur Zeit darüber, ob eine Fortsetzung der Zusammenarbeit überhaupt noch Sinn hat. Die Koalition wird am Nachmittag rein formal und traditionell dem neuen Bundespräsidenten ihren Rücktritt anbieten. Es gilt als sicher, dass Van der Bellen dieses Rücktrittsangebot nicht annimmt.

Präsidentschaftskanzlei

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