Fehlender Buchstabe - große Wirkung

Verfassungs-Referendum in Italien: Wird dieser Tippfehler alles entscheiden?

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Bei dem Brief, der für ein "Ja" bei der Abstimmung am kommenden Sonntag (04.12.2016) werben soll, ist eine falsche Internetadresse angegeben. 

Rom - Peinlicher Fehler in der Kampagne für das italienische Verfassungsreferendum: In einem Brief fehlt ein entscheidender Buchstabe. Das könnte Renzi zum Verhängnis werden.

Italiens Premierminister Matteo Renzi und seiner Mannschaft ist bei der Referendumskampagne ein peinlicher Fehler unterlaufen. Auf einem Brief an etwa vier Millionen Auslandsitaliener, der für ein „Ja“ bei der Abstimmung am kommenden Sonntag werben soll, ist eine falsche Internetadresse angegeben. Statt für „Basta un Sì“ (es reicht ein „Ja“), also www.bastaunsi.it, heißt es auf dem Brief: www.bastausi.it.

Gegner des Referendums nutzen Fehler aus

Die Gegner des Referendums machten sich den Fehler gleich zu Nutzen: Wer auf diese Webadresse geht, wird zu der „Nein“-Kampagne umgeleitet und über die Nachteile der Reform aufgeklärt. Spötter sehen nun den Fehler als Zünglein an der Waage, denn die Briefwähler aus dem Ausland werden als entscheidend für den Ausgang des Referendums angesehen.

Die Italiener stimmen am Sonntag über eine Verfassungsänderung ab. Bei einem Nein wird erwartet, dass Premierminister Matteo Renzi zurücktritt. Eine Regierungskrise könnte der ohnehin schwer angeschlagenen italienischen Wirtschaft weiter schaden - mit Folgen für den gesamten Euroraum.

dpa

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