Razzia in Rostock

Waffenlager ausgehoben: Anschlag auf G20-Gipfel vereitelt?

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Die von der Polizei sichergestellten Gegenstände aus der Rostocker Wohnung.

Waffenfund bei einer Wohnungsdurchsuchung: Offenbar sollte von Rostock aus ein Anschlag auf den G20-Gipfel geplant werden. Ein 30-Jähriger ist in Gewahrsam. Nun ermitteln die Behörden.

Rostock - Die Polizei hat am Samstag im Zusammenhang mit einem Anschlagsverdacht auf den G20-Gipfel in Hamburg Wohnungsdurchsuchungen in Rostock durchgeführt. Dabei stellten die Beamten ein „umfangreiches Waffenarsenal“ sicher. Ein 30-Jähriger Deutscher wurde daraufhin bis zum 10. Juli in Gewahrsam genommen. Das teilte die Hamburger Polizei am Sonntag mit

Den Behörden lagen Hinweise vor, „dass ein 30-jähriger, in Rostock wohnhafter Deutscher im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel in Hamburg Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen wird“, ließ die Hamburger Polizei wissen.

Die Polizei stellte nach eigenen Angaben unter anderem Präzisionszwillen, Wurfmesser, Baseballschläger, Schlagringe, ein Teleskopschlagstock, verbotene Pyrotechnik sowie Dosen mit brennbarer Flüssigkeit und Gasmasken sicher. Aufgrund dieser Gegenstände wird, wie die Hamburger Polizei weiter wissen ließ, ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingeleitet. Außerdem ist der Fund so schwerwiegend, dass die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie ein Verfahren wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung einleitet. 

Eine zweite Person ist wieder auf freiem Fuß

Neben dem 30-Jährigen wurde zudem ein 26-Jähriger vorübergehend festgenommen. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung ist dieser aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Wie die Bild mutmaßt, sind beide Personen dem linksextremistischen Spektrum zuzuordnen.

Beim G-20-Gipfel in Hamburg treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Die Tagung soll am 7. und 8. Juli in den Hamburger Messehallen stattfinden. Beim G20-Gipfel wird auch Recep Tayyip Erdogan mit dabei sein. Bereits vor dem offiziellen Treffen wollen sich am Donnerstag offenbar Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump für einen privaten Termin treffen.  In der Hansestadt werden zahlreiche Gegendemonstrationen und Proteste erwartet. Bereits am Sonntag waren Tausende auf den Straßen, um gegen den Gipfel zu demonstrieren. In der Nacht zum Montag stürmte die Polizeit ein Protestcamp auf der Elbhalbinsel Entenwerder. 

tlo

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