Zwei Tage vor der Wahl in Österreich

Norbert Hofer schwört Anhänger auf „Heimatliebe“ ein

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Norbert Hofer (FPÖ) will am Sonntag Österreichs Bundespräsident werden.

Wien - Auf Nationalstolz und Heimatliebe hat Norbert Hofer (FPÖ) die Wähler kurz vor der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich eingeschworen. Am Sonntag wird sich zeigen, ob er damit punktet.

Update vom 2. Dezember 2016: Am Sonntag wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Die österreichischen TV-Sender berichten umfangreich vom Wahlausgang. Aber welche TV-Sender aus unserem Nachbarland kann man bei uns empfangen? Wir haben zusammengefasst, wie Sie die Berichte zu den Ergebnissen der Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016 in Deutschland live im TV und Live-Stream sehen können.

Der rechtspopulistische Präsidentschaftsanwärter Norbert Hofer hat seine Anhänger bei seinem Wahlkampfausklang noch einmal auf Heimatliebe eingeschworen. „Wir müssen auch wieder stolz sein, Österreicher zu sein“, sagte Hofer Freitagvormittag in Wien. Das Erbe des Landes müsse in eine positive Zukunft weitergetragen werden. „Österreich zu lieben darf aber niemals heißen, andere Länder gering zu schätzen“, sagte der 45-jährige Kandidat der FPÖ.

Er wolle als Bundespräsident den Finger in die Wunden legen. Auch die Leistung der Bevölkerung müsse wieder mehr bedeuten. „Das wurde von der Regierung zu lange gering geschätzt“, sagte Hofer. Die Leistungen des Sozialsystems dürfte kein Anreiz für Ausländer sein. Die Regeln müssten in dieser Hinsicht entsprechend geändert werden.

„Gegengewicht zum verkrusteten System“

Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache warb für seinen Kandidaten: „Er ist ein klares Gegengewicht zu dem verkrusteten System in Österreich.“ Mit seiner Wahl werde ein Ruck durch das Land gehen. „Es ist kein Repräsentant der Vergangenheit, sondern der Zukunft.“ In der EU werde Hofer außerdem die Stimme Österreichs stärker vertreten. „Er ist einer, der die Interessen auch gegen Brüssel vertritt.“

Österreich wählt am Sonntag nach einem fast einjährigen Wahlkampf ein neues Staatsoberhaupt. Neben Hofer stellt sich auch der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen der Wahl. Der Wirtschaftsprofessor will Freitagabend sein Wahlkampfende feiern.

dpa

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