Verdächtiger verhört und freigelassen

IS-Verdacht: Islamisches Zentrum in Lübeck durchsucht

Lübeck - Weil ein Mann unter IS-Verdacht steht, wird in Lübeck ein islamistisches Zentrum durchsucht. Auch zwei Wohnungen geraten ins Visier. Der Verdächtige muss zum Verhör.

Die Bundesanwaltschaft hat ein Islamisches Zentrum in Lübeck wegen Terrorverdacht durchsuchen lassen. In der dortigen Moschee soll sich regelmäßig ein Mann aufgehalten haben, dem die Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen werde, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Dem Beschuldigten werde vorgeworfen, 2015 in einem Propagandavideo des IS als Redner aufgetreten zu sein, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Die Behörde führt deshalb ein Ermittlungsverfahren. Der Mann sei von der Polizei vernommen, aber nicht festgenommen worden. Persönliche Angaben, etwa zur Nationalität und zum Alter, wollte der Sprecher nicht machen. Außer dem Islamischen Zentrum seien auch zwei Wohnungen in Lübeck und Hamburg durchsucht worden, die dem IS-Verdächtigen zugeordnet werden.

Über die Razzia hatten zuerst die Lübecker Nachrichten online berichtet. Demnach wurden etliche Computer beschlagnahmt. Die Bundesanwaltschaft sprach nur allgemein von Beweismitteln. Die Aktion lief unter Federführung des Landeskriminalamtes in Kiel.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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