Hessin ergreift Rechtsmittel

Wegen Volksverhetzung: Deutsch-Türkin zeigt Erdogan an

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Dreieich - Dem türkischen Präsidenten Erdogan droht juristischer Ärger aus Deutschland: Eine Deutsche türkischer Herkunft hat den Politiker wegen Volksverhetzung angezeigt.

In wirkliche Bedrängnis wird den türkischen Präsidenten dieser Schritt nicht bringen - aber ein kleines Zeichen hat eine deutsche Staatsbürgerin türkischer Herkunft immerhin gesetzt: Wie die Offenbach-Post berichtet, hat Nur Kizilok aus der 40.000-Einwohner-Stadt Dreieich bei Offenbach eine Strafanzeige gegen Recep Tayyip Erdogan gestellt. 

Die Vorsitzende des dortigen Ausländerbeirates wirft dem Staatschef Volksverhetzung und „Kollektiv-Beleidigung“ vor.

Erdogans Nazi-Vergleich im Video

Eine Reaktion auch auf Nazi-Vergleiche

Anlass sind unter anderem die jüngsten Nazi-Vergleiche aus dem Munde Erdogans. „Diese Worte von dem türkischen Präsidenten suggerieren, dass Deutsche die Feinde von Türken seien“, erklärte Kizilok dem Blatt. Im Falle eines - bereits angekündigten - Besuch Erdogans in Deutschland fürchtet sie „weitere Volksverhetzungen und eine Spaltung zwischen den Menschen mit türkischen Wurzeln und den deutschen Mitbürgern“.

Auch Erdogan selbst war vergangenes Jahr auf juristischem Wege gegen missliebige Äußerungen aus Deutschland vorgegangen: Sein Streit mit dem Satiriker Jan Böhmermann ist bis heute rechtlich nicht vollständig geklärt.

Weitere Hintergründe zu der Anzeige gegen Erdogan erfahren Sie im Bericht der Offenbach-Post

fn/Video: snacktv

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