Entlassener FBI-Chef

Trump kündigt rasche Entscheidung über Comey-Nachfolge an

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Trump hatte Comey am Dienstagabend überraschend entlassen. Das Weiße Haus machte zu den Gründen wechselnde und zum Teil widersprüchliche Angaben. Foto: Evan Vucci/Archiv

Donald Trump steckt nach der plötzlichen Entlassung von FBI-Chef James Comey weiter in Erklärungsnöten. Zugleich muss er nach einem Nachfolge-Kandidaten suchen - und diesen im Senat durchbringen.

Washington (dpa) - Nach der spektakulären Entlassung des FBI-Direktors James Comey hat US-Präsident Donald Trump eine rasche Entscheidung über den Nachfolge-Kandidaten angekündigt.

Sie könnte vielleicht schon vor seiner Abreise nach Saudi-Arabien am nächsten Donnerstag kommen, sagte Trump vor Journalisten. Fast alle der Personen, die er für den Posten des neuen Chefs der Bundespolizei in Betracht ziehe, seien sehr bekannt, hoch respektiert und sehr talentiert. "Und das ist es, was wir für das FBI wollen."

Laut US-Medienberichten wollten Justizminister Jeff Sessions und sein Stellvertreter Rod J. Rosenstein am Samstag mit vier möglichen Kandidaten zusammenkommen. Genannt wurden John Cornyn, der zweitranghöchste Republikaner im Senat, der FBI-Interimsdirektor Andrew McCabe, die Rechtsanwältin Alice Fisher, frühere Leiterin der Abteilung Kriminalität im Justizministerium, sowie Michael Garcia, Richter am Berufungsgericht des Staates New York. Allerdings sind den Medienberichten zufolge auch noch andere Kandidaten im Gespräch.

Trump hatte Comey am Dienstagabend überraschend entlassen. Das Weiße Haus machte zu den Gründen wechselnde und zum Teil widersprüchliche Angaben. Das FBI untersucht Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die US-Wahl sowie Kontakte zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands.

Den Berichten zufolge bemüht sich das Weiße Haus um einen Comey-Nachfolger, dem keine sehr engen Verbindungen zu Trump nachgesagt werden können. Der Justizminister ist Vorgesetzter des FBI-Direktors, aber das letzte Wort über den Kandidaten liegt beim Präsidenten. Danach muss der Senat die Nominierung billigen.

New York Times

Washington Post

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