„Ausführliche Befragungen“

Zwölf Verhaftungen wegen Terrorattacken in Brüssel

Im Zuge der Ermittlungen zu den Anschlägen in Brüssel vor gut einem Jahr sind zwölf Verdächtige vorläufig festgenommen worden.

Brüssel - Die Festnahmen seien im Rahmen von insgesamt 14 Durchsuchungen im Großraum Brüssel erfolgt, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die meisten Polizeieinsätze fanden demnach in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek statt.

Die zwölf Verdächtigen seien zu einer "ausführlichen Befragung" mitgenommen worden, hieß es weiter. Ein Untersuchungsrichter werde bald entscheiden, ob sie weiter in Gewahrsam blieben. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben zu den Festgenommenen.

Die belgische Zeitung "La Dernière Heure" berichtete, bei den Durchsuchungen sei es den Ermittlern um Waffenverstecke der Terrorzelle hinter den Brüsseler Anschlägen gegangen.

Am 22. März 2016 waren ein Anschlag auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem und ein weiterer in der Brüsseler U-Bahn verübt worden. 32 Menschen starben, mehr als 320 weitere wurden verletzt. Zu den Taten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Die Taten werden der selben Terrorzelle zugeschrieben, die am 13. November 2015 bei einer Serie von Anschlägen in Paris 130 Menschen getötet hatte. Seit den Brüsseler Anschlägen suchten die belgischen Ermittler nach Waffenverstecken der Extremisten.

Rubriklistenbild: © dpa

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