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Hygiene

In den Badesee pinkeln: Wie schlimm ist es?

Badegäste tummeln sich im Erholungsgebiet Ambach am Starnberger See.
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Im Sommer zieht es wieder viele Menschen an die Seen.

Die Blase drückt und weit und breit keine öffentliche Toilette? In dieser Situation haben sich schon viele gefragt: Ist es schlimm, in den Badesee zu pinkeln?

Die Sommerzeit ist wieder da und damit die Lust, an den Badesee zu fahren und etwas Sonne zu tanken. So schön die Auszeit auch ist, so unangenehm wird es, wenn sich plötzlich die Blase bemerkbar macht. Denn nicht an jedem See befindet sich in nächster Nähe eine Toilette. Viele überlegen dann, ob ein kurzer Gang in den See denn nicht als Alternative herhalten könnte. Schließlich sind die Gewässer oft riesig, sodass es kaum auffallen dürfte – so der Gedanke. Aber wie schlimm ist das Pinkeln im Badesee wirklich für das Wasser und andere Schwimmer?

Baden am See: Wie unhygienisch ist pinkeln im Wasser?

Diese Frage beantwortete Matthias Oloew, Pressesprecher der Berliner Bäder-Betriebe, auf Nachfrage des Online-Portals Travelbook: „Alles, was dazu beiträgt, in den See Nährstoffe einzutragen, sollte man vermeiden“, so der Experte. Der im Urin als Abfallprodukt enthaltene Harnstoff würde nämlich Algen ernähren. „Die sind zwar harmlos, manche Besucher finden das allerdings nicht sonderlich ästhetisch.“ Bei großen Gewässern ist es jedoch harmloser, wenn Urin ins Wasser gelangt: „Der Wannsee etwa ist groß, wenn da nun ein paar Hundert Menschen reinmachen, ist das nicht so schlimm.“

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Umgekehrt ist ein verstärktes Algenwachstum durch Urin in kleinen Gewässern nicht zu unterschätzen: „Hierbei ist im Wesentlichen das Verhältnis von Gesamteintrag und Gewässergröße entscheidend“, erklärte Michael Häckl vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie. Für den Naturschutz und die anderen Badegäste sei es aber in keinem Fall von Vorteil. Vor allem, wenn diese Seen nicht durchströmt werden, können sich Nährstoffe anreichern, wie Matthias Rehfeld-Klein von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin mitteilte. Auch Keime gelangen durch Urin ins Wasser und rufen je nach Gewässer Verunreinigungen hervor. Generell stellt Matthias Oloew aber klar: „Man sollte grundsätzlich nicht in den See pinkeln. Es gehört sich einfach nicht.“ (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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