Heimaturlaub mal anders

„Go Trabi Go reloaded“ – Zwei Chiemgauer auf dem Roadtrip ins Ungewisse

Schmalzgruber und Ermel auf Berg bei Wanderung Collage
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Simon Schmalzgruber und Tobias Ermel fahren mit dem Trabi umher.

Deutschland - Gemeinsam mit Tobias Ermel geht Simon Schmalzgruber mit dem Trabi auf Reisen - und nimmt uns mit auf sein großes Abenteuer.

Gestatten: Simon Schmalzgruber mein Name. Der ein oder andere wird mich vielleicht schon von den Wandertipps hier kennen. Geboren in Traunreut, zeitweise im Rupertiwinkel aufgewachsen und nun seit zehn Jahren wieder ein Traunreuter, darf ich euch seit 2018 Woche für Woche mit Artikeln versorgen.

Meine Wander-Touren erreichen immer mehr Menschen, das freut mich sehr und spornt mich an, immer weiter zu machen und die Texte noch mehr zu verfeinern, um euch noch bessere Informationen zu geben und euch noch mehr Lust auf die Schönheiten unserer Heimat zu machen!

Doch heute soll es nicht um Berge gehen. Zumindest nicht so hohe, wie ich sie sonst besteige. Und auch nicht um unsere Heimat. Aber um ein Abenteuer, auf das ich euch mitnehmen will.

Das sind die Akteure auf der Reise

Dafür brauchen wir allerdings noch zwei weitere Akteure: Tobias „Tobi“ Ermel, ursprünglich aus Fridolfing, mittlerweile seit 2017 wohnhaft in Regensburg. Der Grund seines Wohnortwechsels war wie bei so vielen, die die Hochschulreife in der Tasche haben, der gleiche: Ab ins Studium! Tobi ist seit meiner Jugendzeit einer meiner besten Freunde, darum war er auch gleich mit von der Partie, als ich ihm das Abenteuer vorgeschlagen habe. Aber mehr dazu gleich.

Denn wir brauchen ja noch den Dritten im Bunde: Schorsch! Schorsch ist allerdings kein Mensch. Auch
kein Tier. Schorsch besteht aus einer Duroplast-Karosserie, einer Krückstockschaltung und einem 594ccm großen Zweizylinder-Zweitaktmotor. Kenner werden vielleicht schon wissen, um was für ein Gefährt es sich bei Schorsch handelt: Um einen Trabant 601 S.

Trabi mit Sonderwunsch

Dabei steht das „S“ nicht für „Spezial“, oder gar „Sport“, nein, das „S“ ist schlicht und ergreifend die Abkürzung für „Sonderwunsch“. Wie ein Sonderwunsch in der DDR aussah, konnte man von außen kaum ausmachen. Das kantige Design hieß zwar nicht Apache, doch blieb während der 26-jährigen Bauzeit von 1964 bis 1990 des 601ers gleich.

Nur kleine Änderungen im Interieur waren dem „Trabi“ beschieden, wie beispielsweise eine Momentanverbrauchsanzeige, eine automatische Scheibenwaschanlage oder eine Nebelschlussleuchte – Dinge, die schon damals bei seinen westdeutschen Pendants längst Standard waren.

Aber immerhin ein Tachometer, Licht, Blinker, Bremsen, Getriebe, Auspuff und Reifen waren bei allen Modellen und Ausführungen vorhanden. Und seien wir mal ehrlich, mehr braucht ein Auto auch im Grunde nicht, um von A nach B zu kommen.

Auf dem Weg in ein neues Abenteuer

Doch wo ein „A“ und ein „B“ ist, ist ein „enteuer“ nicht weit. Und darum soll es auch gehen. Ich möchte
euch auf ein Abenteuer mitnehmen, das mir und Tobi fremd ist. Ich habe keine Ahnung, wie das hier enden wird. Doch ich brenne schon darauf, euch möglichst täglich davon zu berichten: Wir zwei wollen uns mit diesem Gefährt ab Mittwoch, den 19 August nach Berlin, Dresden, Prag und Wien durchschlagen. Davon berichte ich so oft, wie es unsere Anbindung ans Internet erlaubt in Artikeln und halte Euch auf dem Laufenden, was wir erleben.

Geht nicht? Gibt's nicht! Also kommt mit, steigt ein, zwängt euch auf die Rücksitzbank, gurtet euch...oh, ich vergaß! Hinten gibt’s ja keine Gurte. Eine der vielen Ausnahmen, die bei der Wiedervereinigung gemacht wurden, damit dieses 26 Pferdestärken leistende Vehikel bis heute auf den Straßen fahren darf.

Der Choke ist gezogen, der Schlüssel steckt, ich drehe um und KLACK KLACK. Keine Zündung. Neuer
Versuch. KLACK KLACK. Und wieder KLACK KLACK. Die Spannungsanzeige leuchtet bedrohlich rot auf. Neuer Versuch: Ö-Ö-Ö-Ö-Ö, BRÖMMMM! Der Motor läuft! Choke wieder reingeschoben und schon setzen wir uns knatternd in Bewegung. Auf ins Ungewisse! Das kann ja heiter werden...

Simon Schmalzgruber

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