Einstimmen auf London

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London im Liebestaumel

Eine Kultstadt im Liebestaumel: Durch die Hochzeit der Royals ist London in diesem Jahr auf der Trendliste der Städtereiseziele an die oberste Spitze aufgestiegen. Hier die passende Lektüre:

London cool

London ist immer noch – oder schon wieder – eine richtig coole Stadt. Gut, dass die Ausgabe über die britische Metropole in der Reihe „Cool City“ vom Verlag teNeues rechtzeitig zur Hochzeit der Royals gerade aufgefrischt wurde Auf 192 Seiten erfahren die Leser, welche Hotels, Restaurants, Cafés, Shops, Bars und Clubs derzeit besonders angesagt sind und was für Highlights London noch zu bieten hat. Ein Reiseführer im klassischen Sinn ist das handliche Buch freilich nicht, dafür fehlen die Basisinformationen. Es ist vielmehr ein, vor allem dank der rund 200 trendigen Fotos, ziemlich abgefahrener Streifzug durch die Stadt, der schon zu Hause Lust macht auf diese coole Stadt.

„Cool London“, 192 Seiten, 200 Bilder, Verlag teNeues, ISBN 978-3-8327-9488-0, Preis: 9,95 Euro.

London für Helden

London ohne Pub-Besuch? Da kann man ja gleich auch auf Tower, den Hyde Park und den Picadilly Circus verzichten. Also zu Hause bleiben. Matthias Politycki war in London, gleich für ein Vierteljahr, um dem Geheimnis des Ale, diesem englischsten aller englischen Biere, Pint für Pint auf die Spur zu kommen. Das hat er sehr intensiv getan und tief ins Glas geschaut. Geschmeckt hat es ihm nicht immer, gesteht er. Für ihn als Münchner sei es bisweilen fade Kost gewesen, was da aus Flasche und Zapfhahn kredenzt wurde. Und so bringt er die Ergebnisse seiner Trink-Tour durch 24 Pubs in London auch reichlich launig zu Papier und lässt die Leser teilhaben am streng wissenschaftlichen alkoholbedingten Absturz. Das wirklich Informative und Interessante über die Londoner Pubtour steht in den vielen Fußnoten und dem leider viel zu kurzen Anhang.

Matthias Politycki: „London für Helden – The Ale Trail“, 96 Seiten, Verlag Hoffmann und Campe, ISBN 978-3-455-40323-7; Preis: 18 Euro.

London für Liebhaber

Kate ist ein hübsches Mädchen – und sie ist Engländerin. William ist ein smarter Prinz – und er ist Engländer. Wenn die beiden am 29. April in London heiraten, wird die ganze Welt live dabeisein und sich bei dieser Gelegenheit wieder einmal daran erinnern, was wir an der Insel jenseits des Kanals außer William und Kate noch so alles lieben.

Matthias Vogt hat es in seinem „Kultbuch England“ schon einmal zusammengetragen – vom Pferde- und Hütehotspot Ascot bis zum berühmt-berüchtigten Kochrezept für den Yorkshire Pudding (um die Schwerpunktthemen für weibliche Fans zu nennen), vom James-Bond-Kultauto Aston Martin bis zum Wembley-Stadion, Tatort des umstrittensten Tor der Fußball-Geschichte, das Deutschland 1966 den Weltmeistertitel kostete (Auszug aus der Liste der eher männlichen England-Themen). Dazwischen gibt es natürlich auch viel Material auf Geschlechter-neutralem Terrain: der Tee, die Themse, rote Telefonzellen, Sherlock Holmes, der weltberühmte Detektiv in Schottenkaro, und – natürlich – Westminster Abbey, die größte Kirche Englands, in der Kate und William sich am 29. April das Ja-Wort geben. Die ganze Welt wird dabeisein.

Das „Kultbuch England“ von Matthias Vogt ist im Komet-Verlag erschienen. 160 Seiten, ISBN 978-3-89836-829-2; Preis: 9,95 Euro. Special-Effekt: der Cover ist wattiert und abwaschbar. 

London Intern

Die Stadt macht süchtig. Auch Ronald Reng ist ihrem Reiz erlegen, fünf Jahre lang hat er an der Themse gelebt. Sein Buch ist als eine Art Liebeserklärung an London und seine Bewohner zu verstehen. Auch wenn durch die Metropole die seiner Meinung nach schlechteste U-Bahn der Welt fährt, die Preise exorbitant sind und in den Pubs zu viel Alkohol fließt, wie er – meist augenzwinkernd – kritisiert. Umso mehr liebt der Autor den britischen Humor, teilt mit den Briten die Begeisterung für Fußball, schätzt die kulinarische Vielfalt vom Inder bis zum Italiener und hat eine große Sympathie für die bisweilen unkonventionelle Lebensart. Die 19 Geschichten sind sowohl für Erstbesucher als auch Londonkenner spannend, unterhaltsam und informativ.

Ronald Reng: „Gebrauchsanweisung für London“, Piper-Verlag, 208 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3-492-27534-7.

London zu Fuß

Am intensivsten lässt sich eine Stadt bekanntlich zu Fuß erkunden. Wer selbst durch die Straßen, über Plätze, durch Parks und in Gebäude geht, sieht, riecht, hört und schmeckt mehr. Für diese Art der Stadterkundung in der britischen Hauptstadt ist der handliche Polyglott-Führer „London zu Fuß entdecken“, in dem 30 Touren durch die Stadt aufgeführt sind. Zu jeder Tour gibt’s einen eigenen Stadtplan, eine Kurz-Charakteristik sowie eine Beschreibung des Wegs mit den wichtigsten Stationen. Zu dem Büchlein mit praktischer Spiralheftung gehört auch ein 40-seitiger Infoteil mit Adressen von Hotels und Restaurants, den angesagtesten Shopping-Locations und Nightlife-Spots sowie Wissenswertem für Touristen.

„London zu Fuß entdecken“, Polyglott, 160 Seiten, ISBN 978-3-493-60193-0; Preis: 9,99 Euro.

vp.

 

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