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Ein Reisebericht über eine ganz besondere Zeit

Elternzeit on tour: mit Baby quer durch Europa 

Kastenwagen „Hansi“ bei einer Rast inmitten der Natur.
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Kastenwagen „Hansi“ bei einer Rast inmitten der Natur.

Viele träumen davon, Tammy und Daniel Gastager tun es: mit Baby verreisen. Nicht zwei Wochen in ein Familienhotel, sondern sechs Monate quer durch Europa. Gemeinsam mit Töchterchen Marlene, genannt Leni, entdecken sie die Welt ganz neu. 

von Raphaela Kreitmeir

Warum man unter der Wasseroberfläche eines Bergsees in den Dolomiten Baumkronen erkennen kann, was es mit dem Glück im Lavendelfeld auf sich hat, was tun, wenn das Baby im Ausland krank wird, weshalb ein entspannter Alltag bei der Reise mit Baby hilft und was Frankreich zum idealen Ziel für Camper macht. Ein Reisebericht von Tammy Gastager.

Unterwegs in den Dolomiten

Seine ersten Serpentinen hat unser Kastenwagen, den wir Hansi nennen, mit Bravour gemeistert. Und auch unsere nun schon sechs Monate alte Tochter fährt die Kurven, die sich über enge Bergpässe ziehen, mit Begeisterung mit. Der Hitzewelle sind wir so ganz nebenbei auch entkommen. Unser erstes Ziel ist ein smaragdfarbener Stausee im Nationalpark der Dolomiten von Belluno. Vor einigen Jahren wurde das Tal geflutet, um die Wasserenergie zur Stromgewinnung zu nutzen. Wer genau hinsieht, kann einige Baumkronen ganz dicht unter der Wasseroberfläche erkennen.

Babys erster 2.000er

Über den Paso Giau geht‘s weiter Richtung Cortina d‘Ampezzo. Während unsere Tochter das Kurvenfahren sichtlich genießt, schraubt sich unser Hansi immer höher in die Berge. Kurzzeitig sind wir auf 2.220 Meter über dem Meeresspiegel. Die Aussicht auf die markanten Bergspitzen der Dolomiten ist atemberaubend. Während mein Mann ein paar Mal wandern geht, übe ich mit unserer Tochter plappern und bekomme sogar mein erstes „Mama“ zu hören. Zu sehen, wie sie sich während unserer Tour entwickelt, macht uns unheimlich stolz. Dass sie Spaß am Reisen hat, ist uns wichtig und bekommen wir durch ihr Verhalten immer wieder bestätigt. Außerdem wollen wir unserer Maus so viel von der Natur zeigen, wie wir nur können. Wir sind überzeugt, dadurch von Anfang an in ihr ein Umweltbewusstsein zu wecken.

Nächster Halt Frankreich

Nachdem wir letztes Jahr in meiner Schwangerschaft schon für drei Wochen quer durchs Land gereist sind, kommen wir gerne zurück. Denn wir sind süchtig nach Käse, Baguette und dieser gewissen Leichtigkeit, die hier in der Luft liegt. Unser erstes Ziel sind die Lavendelfelder rund um Valensole, wo mein Mann letztes Jahr ein Foto von mir mit Babybauch mitten in der lila Blütenpracht gemacht hat. Ich möchte jetzt, zwölf Monate später, eins mit unserer Maus im Arm haben. Natürlich findet Daniel das kitschig – uns Mädels ist das egal und wir freuen uns über die einzigartige Aufnahme dieses schönen Moments. Um uns herum surren viele Bienen und es riecht himmlisch nach Lavendel.

Erhöhte Temperatur

Dieses Jahr ist von extremen Hitzewellen geprägt und das spüren wir hier ganz deutlich. An einem Tag Mitte Juli erreicht das Thermometer sogar 44 Grad. Akute Waldbrandgefahr besteht, so dass wir uns entscheiden, so bald wie möglich Richtung Bretagne aufzubrechen. Aber leider wird unsere Tochter genau am Abreisetag krank.

Mit krankem Baby im Ausland

Dass es irgendwann passieren wird, war uns klar (sonst hätte ich auch keine so umfangreiche Reiseapotheke eingepackt), aber dass es so früh auf unserer Reise passiert und dann auch noch bei so einer extremen Hitze, das hätte ich nicht gedacht. Unsere Maus hat Fieber und das natürlich pünktlich zum Wochenende. Glücklicherweise hatten wir ein paar Tage zuvor zufällig etwas vom „Drei-Tage-Fieber“ gehört, sodass wir uns in Hinblick auf die Art der Erkrankung relativ sicher sind. Trotzdem suche ich am Samstag eine Apotheke auf und versuche mit rudimentären Französisch-Kenntnissen dort zu schilden, was meine Tochter hat. Dem Google-Übersetzer sei Dank, dass ich mich irgendwie verständlich machen kann. Und natürlich der netten Frau in der Apotheke, die mich hilfsbereit mit allen nötigen Medikamenten und Infos ausgestattet hat. Montags ist Leni wieder gesund und die typischen roten Flecken im Nacken beweisen, dass wir mit der Diagnose „Drei-Tage-Fieber“ richtig lagen. Damit wäre die erste Krankheit von Leni im Ausland überstanden. Das war meine größte Sorge im Vorfeld und deswegen haben wir Wert darauf gelegt, dass jedes Land auf unserer Route eine gute medizinische Versorgung aufweist.

So fühlt sich Freiheit an

Und dann fahren wir weiter an die Atlantikküste. Die Luft schmeckt nach Salz und unendlicher Weite. Frankreich ist für Camper ein ideales Reiseziel, viele Gemeinden bieten kostenlose Stellplätze mit Wasserbelade- und Entladestationen. Frankreich ist vor allem aber auch ein Land für alle Sinne. Dieses Gefühl saugen wir mit jedem Tag hier auf. Statt durch die Städte zu hetzen und uns so viele Touri-Spots wie möglich anzusehen, entscheiden wir uns dafür, unseren Alltag so einfach wie möglich zu machen – sowieso die beste Art zu reisen mit Baby – und die Natur zu genießen. Unser Reisealltag sieht sehr entspannt aus: Wir schlafen lange, schlemmen von den lokalen Köstlichkeiten und schauen dabei auf atemberaubende Landschaften. Das Allerwichtigste dabei ist jedoch: die Zeit mit unserer Tochter. Die mit ihren mittlerweile zwei Zähnchen von Baguette gar nicht genug kriegen kann. Wann sie wohl ihr erstes französisches Wort spricht?

In ihrem Blog beschreibt Tammy Gastager die gesamte Reise unter www.abenteuer-ferne.com

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