Fernbus statt Bahn

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Fernbus statt Bahn: Wo Fahrgäste jetzt schon umsteigen können.

Berlin/Köln - Ab 2013 sollen überall in Deutschland Fernbusse fahren dürfen. Auf einigen Strecken sind sie schon heute eine Alternative zur Bahn.

Laut Dieter Ganf, Hauptgeschäftsführer des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), sind dies vor allem Verbindungen nach Berlin.

Allein das Unternehmen Berlin Linien Bus, an dem auch Tochterunternehmen der Bahn beteiligt sind, bedient heute 30 innerdeutsche Strecken von Berlin aus. Auf dem Fahrplan stehen zum Beispiel Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Hannover, Lindau, München und Rostock. Die Sonderrolle Berlins hat historische Gründe: Zu DDR-Zeiten gab es nur wenige Eisenbahnverbindungen zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik. Die Bundesregierung erteilte eine Ausnahmegenehmigung für Linienbusse, die bis heute besteht.

Bislang durften daneben nur auf Strecken Verbindungen eingerichtet werden, auf der entweder kein anderes öffentliches Verkehrsmittel unterwegs ist oder dieses eine wesentlich längere Fahrtzeit hat. So verkehrt seit kurzem das Unternehmen Deinbus.deunter anderem von Freiburg nach Stuttgart: Drei Stunden und zehn Minuten dauert die Fahrt. Mit der Bahn sind es zwar nur zwei Stunden, doch es geht nicht ohne Umsteigen in Karlsruhe. Zwischen München und Konstanz sowie München und Freiburg verkehrt der Konkurrent Meinfernbus.de: Drei Stunden und zwanzig Minuten dauert die Fahrt von München nach Konstanz. Mit der Bahn sind Reisende mindestens vier Stunden unterwegs und müssten dreimal umsteigen.

Ganf glaubt, dass nun mögliche neue Strecken vor allem dort eingerichtet werden, wo es keine schnellen Bahnverbindungen gibt. „Parallel zu einer ICE-Neubaustrecke wird sicherlich keine neue Linie entstehen“, prophezeit der RDA-Hauptgeschäftsführer. Angesteuert werden dürften seiner Einschätzung nach eher mittelgroße Städte, zwischen denen es bislang keine direkte Bahnverbindung gibt.

dpa

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