Italien: Golfen, Genießen und Gas geben

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Eine Runde Golf vor dem Bad im Meer: Direkt neben San Marino liegt der Verucchio Golf Club von Rimini.

Viele Freizeitgolfer lieben neben ihrem Lieblingssport vor allem gutes Essen, Wein, das Meer und schnelle Autos. Wieso ist die Emilia-Romagna dann aber immer noch ein Geheimtipp?

Golf Club in Bologna

Eigentlich müsste die Region rund um Bologna, Modena und Parma von nordeuropäischen Golfern und ihren Familien überrannt werden. 24 Golfplätze, hoch dekorierte Weine, eine hervorragende Küche, Adria-Strände und dazu noch ein Topziel für Rennsportfreunde. „Die Emilia-Romagna steht für mich deshalb für die drei G“, sagt ein Münchner Italienfan. „Golfen, Genießen und Gas geben“.

Rote Flitzer vom Feinsten - Rennsport-Fans gerät im Ferrari-Museum das Benzin in den Adern in Wallung.

Mit seinen vier Freunden war er frühmorgens auf dem von der deutschen Golflegende Bernhard Langer gestalteten Meisterkurs in Modena golfen, mittags auf der Piazza Tortellini essen, und jetzt steht die Gruppe vor dem Ferrari-Museum in Maranello. „Da gerät Ihnen das Benzin in den Adern in Wallungen“, scherzt ein Signore aus Rom, der sich köstlich über die karierten Bermuda-Shorts der deutschen Golfer-Clique amüsiert. Modisch trennen den Signore und die Teutonen Welten, die Liebe zu den „roten Rennern“ aber vereint sie.

Rennsportbegeisterte steuern auch Lamborghini in Sant'Agata Bolognese an. Denn dort dürfen Besucher auf der hauseigenen Rennstrecke selbst mal einen der Rennwagen fahren. Von dort geht es weiter nach Bologna zu den Clubs von Molino del Pero, Casalunga und auf den ältesten Platz der Region, den Golf Club Bologna, in dem auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Mitglied ist.

Bella Italia - Bolognas enge Gassen

Ignazio de Vito Piscicelli baute den Platz als Mitbegründer des Clubs 1959. Mit seinen alten Bäumen und dem Blick auf Weinberge und von Zypressen gesäumte Hügel gehört er zu den schönsten der Region. Die Unternehmer und Stars der Region gehen hier ein und aus. Manchmal trifft man dort auch Ski-Legende Alberto Tomba.

Auf dem Weg nach Süden steht natürlich noch ein Stopp am Autodromo in Imola an, wo Ferrari große Formel-1-Siege gefeiert hat. Die Weinfreunde steuern auch noch Dozza an. Im Gewölbekeller der trutzigen Festung befindet sich die Enoteca der Region mit fast allen Top-Weinen der Emilia-Romagna.

Trubel in Rimini oder an den Stränden von Milano Marittima.

Mit einigen Kisten Wein und Olivenöl im Kofferraum geht es weiter ans Meer. Gleich bei Rimini spielen Golfer noch eine Runde im Verucchio Golf Club mit Blick auf die Burg von San Marino. Dem Trubel von Rimini entfliehen Urlauber an den Stränden von Milano Marittima, dem Strandbad der Mailänder Promis.

Alles finden Besucher an der Emiglia-Romagna. Nur eins nicht: Die Antwort auf die Frage, warum die Emilia-Romagna eigentlich immer noch ein Geheimtipp ist.

Von Bernhard Krieger, dpa

DIE REISE-INFOS ZU EMILIA-ROMAGNA

BESTE REISEZEIT: Die Emilia-Romagna ist ein Ganzjahresziel. Aktiv-Urlauber sollten die heißesten Wochen im Juli und August meiden, wenn an der Adria-Küste Hochsaison herrscht.

ANREISE: Mehrere Fluggesellschaften bieten von Deutschland Direktflüge zum Flughafen Bologna an. Auch mit dem Zug ist Bologna gut zu erreichen - zum Beispiel in rund sieben Stunden ab München. Mit dem Auto geht es entweder durch Österreich über den Brenner und via Verona oder durch die Schweiz über den Gotthardtunnel, Chiasso und Mailand.

GOLFEN: Zentrale Anlaufstelle mit günstigen Paketen für alle 24 Plätze der Region ist Emilia-Romagna Golf (Tel.: 0039/0544/916280, www.emiliaromagnagolf.com).

INFO: Fremdenverkehrsamt Emilia-Romagna. Piazzale Federico Fellini, 3 - 47921 Rimini, Italien (www.urlaubemiliaromagna.de).

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