„Hier erlebt man die wahre Karibik“

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Mehr als einfach nur eine Insel: Auf Barbados erlebt der Urlauber das Lebensgefühl der Karibik in allen seinen Facetten.

Robert Keysselitz ist Vice President der Tourism Authority of Barbados auf dem deutschen Markt, sozusagen der Urlaubsbotschafter der Insel hierzulande.

Im Interview erklärt Tourismus-Botschfter Robert Keysselitz, warum die Karibikinsel Barbados ein Traumziel ist:

Herr Keysselitz, haben Sie einen schweren Job oder ist Barbados hierzulande als Urlaubsdestination locker an den Mann zu bringen?

Robert Keysselitz ist Vice President Continental ­Europe der Barbados ­Tourism Authority. Er sagt: Diese Insel ist einmalig!

Leicht ist das natürlich nicht in einer globalen Urlaubswelt, in der wir mit anderen schönen Destinationen konkurrieren. Sandstrand, Palmen und Sonne haben sie alle. Baden kann man überall. Aber Barbados hat einen ganz großen Pluspunkt: Auf dieser Insel kann man wirkliche karibische Kultur leben und erleben. Der Tourismus ist ganz einfach ein Bestandteil des Alltags der Bajan – der Einwohner von Barbados – und lässt den Besucher gänzlich in ihre ganz besondere Lebensart eintauchen. Als Tourist kann ich mich dort zudem unbedenklich völlig frei bewegen, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Niemand muss sich um seine Sicherheit Sorgen machen. Das liegt an dem hohen sozialen Standard, den die Menschen hier haben. Das Pro-Kopf-Einkommen von Barbados zählt zu den höchsten der Karibik.

Es gibt mehr als 100 Inseln in der Karibik. Was hat Barbados, was andere nicht haben?

Eine besondere Entstehungsgeschichte. Alle Karibikinseln sind vulkanischen Ursprungs, Barbados ist aus Korallen entstanden. Deswegen gibt es hier auch ganz einmalige Tropfsteinhöhlen, die man sich unbedingt ansehen sollte. Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Karibikinseln ist auch die Art der Hotellerie. Es gibt kaum großen Hotelketten, die meisten Häuser sind von Einheimischen geführt. Auch das trägt zum Er-leben dieser Insel bei. Barbados bietet zudem zwei komplett verschiedene Inselseiten mit ganz gegensätzlicher Naturlandschaft: die ruhige traumhafte karibische Seite im Westen und die rauhe und abwechslungsreiche Ostküste, an der der Atlantik tost. Auf kleinstem Raum – die Insel ist 430 Quadratkilometer groß – hat der Besucher die Qual der Wahl, wenn es um Freizeitgestaltung geht: Surfen und Kiten im Süden, Golfen auf sieben Plätzen, Tauchen in fantastischen Unterwasserrevieren oder Wandern im Inselinnern durch tropischen Regenwald.

Was antworten Sie, wenn Ihnen jemand sagt: Die Karibik ist mir als Urlaubsziel zu teuer, in Asien kann ich das alles billiger haben?

Dass das so einfach nicht stimmt. Natürlich kann ich auf Barbados richtig teuer Urlaub machen, mit Luxushotel und Sternelokal und allem drum und dran. Es gibt aber auch die günstige Variante, und die macht vielleicht sogar viel mehr Spaß. Auf dem Oistins Fish Market zahle ich sieben Dollar für ein Thunfischsteak und bekomme dazu eine ganz großartige Atmosphäre. Da wird Musik gespielt und es ist richtig gute Stimmung. Das meine ich damit, wenn ich sage, auf Barbados kann man die karibische Kultur wirklich erleben.

2010 reisten 7300 deutsche Urlauber nach Barbados. Wo liegt Ihre Wunschmarke für 2011?

Wir hatten in den 80er Jahren schon mal 30.000 deutsche Besucher auf Barbados. Wenn wir diese Zahl innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder erreichen, bin ich damit sehr zufrieden. Mit einem aktuellen Wachstum von 30 Prozent pro Jahr sind wir auf dem besten Weg dahin.

In welchem Urlaubsbereich (Art der Hotels, Art des Urlaubs) sehen Sie das Potenzial für eine Gästesteigerung?

Auf dem All-inclusive-Markt und bei der Ferienhaus-Vermietung. Viele Familien haben erkannt, dass ein Haus zu mieten billiger ist, als zwei, drei Zimmer im Hotel. Zudem hat man bei den Villas, die es auf Barbados zu mieten gibt, den Vollservice mit dabei, muss sich also nicht abends in die Küche stellen und kochen.

Frage an den Barbados-Kenner: Was muss man auf dieser Insel unbedingt gesehen haben?

Die Atlantikküste, auf alle Fälle. Das sind dort zwar nicht die klassischen karibischen Sandstrände, aber für mich als Naturmensch ist der Blick auf die tosende Brandung einmalig.

Und was muss man unbedingt gemacht haben?

Eine Turtle Cruise. Von Bridgetown starten die Katamarane zur Mini-Kreuzfahrt entlang der Platinum Coast. Dabei kommt man in eine Bucht, in der es ganz viele Leder- und Karettschildkröten gibt, die sich von Schnorchlern gar nicht stören lassen. Man kann ihre Panzer beim Schwimmen berühren.

Ihr Lieblingsplatz auf der Insel?

Die Atlantikküste – besonders bei Bathsheba. Dort gibt es einen wundervoll gelegenen Rumshop namens „Banks“.

Wo erlebt man den schönsten Sonnenuntergang?

Am Strand des Treasure Beach Hotels in Paynes Bay. Ein kühles Banks Beer in der Hand, die Füße im Sand – herrlich!

Ergänzen Sie bitte den Satz: Barbados ist für mich...

... der Ort auf dieser Welt, an dem ich jeden Ballast hinter mir lasse. Alles ist easy, ohne Stress, ohne Ärger, völlig relaxt. Da bist du mit dir und der Welt im Reinen.

Interview: Christine Hinkofer

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