Kreideküste: Kliff zieht Urlauber magisch an

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Blick über den Strand der Steilküste des Nationalparks Jasmund bei Sassnitz auf der Insel Rügen.

Noch ist der große Frühjahrs-Abruch am Kreideküste in Rügen ausgeblieben; zu trocken. Trotz allem bauen die Nationalpark-Ranger die Sperrungen nach und nach ab.

Der Nationalpark setzt verstärkt auf Warnhinweise und selbstverantwortliche Besucher.

Die Nationalpark-Ranger an der Kreideküste der Insel Rügen bereiten Wege und Abstiege für die beginnende Tourismussaison vor. Die Informationsboxen an den Parkplätzen wurden mit Gefahrenblättern bestückt und an den Zugängen des Nationalparks Informationstafeln und Warnschilder aufgebaut. Der große, fast alljährlich wiederkehrende Frühjahrs-Abbruch ist bisher ausgeblieben. Dies liege an den geringen Niederschlagsmengen im März, sagte der Dezernatsleiter des Nationalparks Jasmund, Ingolf Stodian. Die Nationalparkverwaltung hat 11,3 Liter Regen je Quadratmeter für den Monat März gemessen - weniger als ein Sechstel der durchschnittlichen Monatsmenge.

Trotzdem warnt die Verwaltung vor Abbrüchen. „Es kann unsichtbare Sollbruchstellen geben, an denen sich das Kliff jederzeit lösen kann“, sagte Stodian. Im benachbarten Nationalparkzentrum weist die Gefahren-Ampel die höchste Warnstufe aus. Mit bis zu 1,5 Millionen Gästen gehört der kleinste Nationalpark Deutschlands zu den besucherstärksten zwischen deutscher Küste und Alpen. Vor einem Vierteljahr war am Kap Arkona an der Nordspitze Rügens ein Mädchen bei einem Steilküstenabbruch ums Leben gekommen.

dpa

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