Kreuzfahrttrend in deutschen Häfen

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Hamburg - Das Geschäft mit Kreuzfahrten in deutschen Häfen boomt trotz Wirtschaftskrise. Den deutlichsten Sprung bei Schiffsanläufen und Passagierzahlen machte dabei Hamburg.

Nach der Eröffnung eines neuen Kreuzfahrtterminals konnte der Hamburger Hafen die Passagierzahlen fast verdoppeln. Marktführer bleibt Kiel mit 290.000 Passagieren. Auch Bremerhaven und Rostock-Warnemünde konnte ein erfolgreiches Jahr verzeichnen. Insgesamt erreichten die Ziele an Nord- und Ostsee in der Saison 2009 mehr als 700.000 Passagiere und zum Teil zweistellige Zuwachsraten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab.

"Die Nachfrage nach Kreuzfahrten ist hoch, der Markt wächst ständig", sagte Gerd Drossel vom Hamburg Cruise Center.

In Bremerhaven wurden bereits 80 Kreuzfahrtschiffe gezählt, Ende 2009 werden es 86 mit insgesamt 130.000 Passagieren sein. Ein Jahr zuvor waren es ebenso viele Passagiere bei 95 Abfahrten, 2007 erst 71 Abfahrten mit 75.000 Passagieren. "Das Verhältnis dieser Zahlen zeigt, dass die Schiffe immer größer werden", sagte Veit Hürdler, Geschäftsführer beim Columbus Cruise Center.

Dirk Claus, Geschäftsführer des Kieler Hafens, der zwischen April und September 117 Mal von 21 verschiedenen Schiffen angelaufen wurde wünscht sich: "Kurzfristig würden wir uns in der Saison 2010 über mehr als 150 Schiffanläufe freuen. Mittelfristig wünschen wir uns einen dritten Liegeplatz für Schiffe mit einer Länge von 300 Metern“. 2010 rechnet der Hafen mit mehr als 300.000 Passagieren.

abl/dpa

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