Sporturlaub in den Bergen

La Niña kommt: Nordamerika erwartet einen famosen Ski-Winter

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Auch Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming soll in diesem Winter vom La-Niña-Phänomen profitieren. Foto: Courtesy of Jackson Hole Mountain Resort
1 von 5
Auch Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming soll in diesem Winter vom La-Niña-Phänomen profitieren. Foto: Courtesy of Jackson Hole Mountain Resort
Kanada - zum Beispiel der Skiort Fernie - dürfte in diesem Winter besonders von La Niña profitieren. Foto: Bernhard Krieger
2 von 5
Kanada - zum Beispiel der Skiort Fernie - dürfte in diesem Winter besonders von La Niña profitieren. Foto: Bernhard Krieger
Schneeparadies in Revelstoke in British Columbia - schon im November schneite es dort kräftig, viel mehr als in der Vorsaison. Foto: Bernhard Krieger
3 von 5
Schneeparadies in Revelstoke in British Columbia - schon im November schneite es dort kräftig, viel mehr als in der Vorsaison. Foto: Bernhard Krieger
Im Skigebiet Whistler in der kanadischen Provinz British Columbia sind allein in der Woche rund um den Ersten Advent mehr als zwei Meter Schnee gefallen. Foto: Tourism Whistler/Mike Crane
4 von 5
Im Skigebiet Whistler in der kanadischen Provinz British Columbia sind allein in der Woche rund um den Ersten Advent mehr als zwei Meter Schnee gefallen. Foto: Tourism Whistler/Mike Crane
Prof. Mojib Latif ist ein renommierter Klimaforscher am Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Foto: J. Steffen, GEOMAR
5 von 5
Prof. Mojib Latif ist ein renommierter Klimaforscher am Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Fleißig rieselt der Schnee: Der Winter in den meisten Ski-Regionen Nordamerikas wird besonders kalt und schneereich. Das zumindest kündigen die Meteorologen an - sehr zur Freude von Wintersportlern und Skireiseveranstaltern. La Niña sei Dank!

Vancouver (dpa/tmn) - Skifahrer und Snowboarder dürfen in Nordamerika auf eine besonders großartige Saison hoffen. Meteorologen prophezeien in Kanada und den USA einen sogenannten La-Niña-Winter mit tiefen Temperaturen und überdurchschnittlich viel Schnee.

Das La-Niña-Phänomen bezeichnet besonders kalte Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik, die das Wettergeschehen auch in Nordamerika beeinflussen. La Niña ("kleines Mädchen") ist das Gegenteil des bekannteren El-Niño-Phänomens. La Niña folgt meist auf El Niño, so auch derzeit. Und bislang liegen die Wetterforscher wohl richtig.

So meldete das kanadische Skigebiet Revelstoke in British Columbia (BC) Mitte November schon mehr als 370 Zentimeter Schneefall in dieser Saison. Zum selben Zeitpunkt des Vorjahres waren es gerade mal gut 100 Zentimeter. In Alberta eröffnete Sunshine Village als erstes Skigebiet in Kanada bereits am 3. November. Das war das früheste Opening seit 30 Jahren. "So früh habe ich noch nie so viel Schnee hier gesehen", sagt Kendra Scurfield vom Sunshine Village Resort. Kurz nach dem höchstgelegenen Skigebiet im Banff-Nationalpark eröffneten auch Nakiska, Marmot Basin bei Jasper und Lake LouiseMitte November die Skisaison.

Im zentralen und südlichen Colorado, in dem die von Deutschen meistbesuchten Skigebiete Aspen, Breckenridge und Vail liegen, wird sich das La-Niña-Phänomen nach Meinung der Meteorologen nicht so stark oder gar nicht auswirken. Mit im Schnitt siebeneinhalb bis neun Metern pro Saison fällt dort jedoch auch in normalen Wintern genug Schnee. Stärker profitieren sollen nordwestlicher gelegene Skigebiete wie Steamboat in Colorado, Jackson Hole und Grand Targhee in Wyoming sowie die Resorts in Montana, Oregon und Washington.

Der große Gewinner aber wird wohl Kanada sein. Dort werden in den Heliskiing-Arealen von BC in normalen Jahren schon bis zu 18 und im Norden sogar mehr als 20 Meter Schneefall pro Jahr gemessen. "Zum Teil liegen jetzt über zweieinhalb Meter Schnee in den hohen Lagen", sagt Tanya Otis vom Heliskiing-Marktführer Canadian Mountain Holidays(CMH). Der Anbieter betreibt elf Heliskiing-Areale in BC.

Die Hoffnung vieler Wintersportler auf La-Niña-Pulverschnee kurbelt bei den Reiseveranstaltern das Nordamerika-Geschäft an. Zusätzlich lockt die schwache kanadische Währung viele Urlauber. "Wir haben nach einem starken vergangenen Winter bei den Kanada-Buchungen erneut ein zweistelliges Prozentplus", sagt Tilo Krause-Dünow, Geschäftsführer des Nordamerika-Spezialisten Canusa Touristik. Ähnliche Zuwachsraten melden auch andere Veranstalter wie Dertour, Meier's Weltreisen, Faszination Ski, Hagen Alpin Tours, Wingert Reisen und Stumböck Club.

"Bei uns hat sich das Verhältnis von USA- zu Kanada-Buchungen von 50:50 auf 80:20 zu Gunsten von Kanada verschoben", berichtet Winfried Hagen von Hagen Alpin Tours. Besonders populär in Kanada sind Banff, Sun Peaks, Revelstoke und Whistler.

Aber nicht nur viel Schnee und vielversprechende Wetterprognosen locken Skiurlauber an, sondern auch Neuigkeiten wie die Übernahme des Skigebiets Park City im US-Bundesstaat Utah durch die Vail Resorts. "Der Zusammenschluss von Park City mit Canyons zum größten Skigebiet der USA hat ein deutliches Buchungsplus gebracht", sagt Kenny Prevost vom Schweizer Reiseveranstalter Knecht Reisen.

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung

Tourism Whistler

Banff & Lake Louise

Revelstoke Mountain Resort

Jackson Hole

Canadian Mountain Holidays

Zurück zur Übersicht: Reise

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare