Reisen

Urlaub in der Pandemie – darauf solltet Ihr bei der Buchung achten

Eine junge Frau geht in einem kurzen, weißen Kleid am Strand spazieren
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Die Lust aufs Reisen ist auch in diesem Sommer ungebremst. Doch in Pandemie Zeiten sollte man bei der Buchung einiges beachten.

Endlich mal wieder unbeschwert reisen, das ist der Wunsch vieler Menschen. Doch so groß die Sehnsucht ist, Corona erschwert auch im Jahr 2021 die Planung. Den Sommerurlaub abschreiben braucht man noch nicht, bei der Buchung sollte man aber genau hinschauen.

München - Nach gut einem Jahr Corona mit Homeoffice, Kurzarbeit und sämtlichen Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt, ist die Lust zu Reisen im Jahr 2021 weiter groß. Egal, ob Kreuzfahrt, Roadtrip, Flugreise oder Wanderurlaub, viele Menschen sehnen sich nach Urlaub. Aber was ist bei der Urlaubsplanung zu beachten? Und wann ist überhaupt der richtige Zeitpunkt, eine Reise zu buchen? Fragen, die angesichts der unvorhersehbaren Situation viele Reisewütige beschäftigen.

Schon im vergangenen Jahr sind viele Menschen aufgrund bestehender Reisewarnungen und Sicherheitshinweise seitens des Auswärtigen Amtes zu Hause geblieben. Entsprechend groß ist die Versuchung, Urlaub zu buchen. Doch nach wie vor bestehen für zahlreiche Länder zumindest Teilreisewarnungen. Darunter neben zahlreichen Fernzielen auch die beliebtesten Urlaubsdestinationen der Deutschen, die eigentlich problemlos mit dem Auto zu erreichen wären: Spanien, Italien, Kroatien.

Dennoch ruhen die Hoffnungen vieler darauf, dass das Reisen im Sommer 2021 wieder möglich sein wird, wenn die Inzidenzwerte sinken und die Impfungen weiter fortgeschritten sind. Auch wenn ein großer Teil der Menschen in Deutschland Urlaubsziele im eigenen Land bevorzugt, gibt es einiges zu beachten.

Urlaub in Corona-Zeiten: Worauf ist bei der Buchung der Reise zu achten?

Denn egal, wo die Reise hingehen soll, eine gewisse Flexibilität und Sicherheit sind dabei für viele die entscheidenden Kriterien bei der Buchung. Denn niemand möchte das Risiko eingehen, einen teuren Urlaub bezahlt zu haben und diesen aufgrund der Pandemie-Entwicklungen nicht antreten zu können. Das Augenmerk der Interessierten sollte sich bei der Buchung also auf die Möglichkeit richten, kostenfrei stornieren zu können.

Das ist bei Veranstaltern von Pauschalreisen in einigen Angeboten bis kurz vor Reiseantritt möglich. Um das Risiko aber weiter zu minimieren, bieten zahlreiche Reiseveranstalter wie die TUI sogenannte Flex-Preise an. Diese beinhalten meist einen Aufpreis, der sich nach dem Gesamtreisepreis richtet, und bieten im Gegenzug die Möglichkeit, die Reise auch ohne Angabe von Gründen bis beispielsweise 14 Tage vor Abreise zu stornieren.

Kostenfreie Stornierung: Pauschalreise oder individueller Urlaub in Zeiten von Corona?

Aber Vorsicht: Auch bei Pauschalreise-Anbietern ist die kostenfreie Stornierung nicht immer möglich. Nutzer der Online-Plattformen und Reisekataloge sollten sich also genauestens mit dem jeweiligen Angebot vertraut machen und die Storno-Bedingungen sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) beachten. Manche Veranstalter der Reise haben darüber hinaus teilweise unterschiedliche Konditionen für verschiedene Reiseformen. Für Kreuzfahrten können somit andere Regeln gelten als für Flugreisen oder dem Urlaub mit Mietwagen und Hotel.

Grundsätzlich gilt bei Pauschalreisen aber auch: Eine Stornierung ist in der Regel immer dann kostenfrei möglich, wenn im Zielgebiet besondere Umstände vorliegen oder die Reise nur beeinträchtigt oder unmöglich durchführbar wäre. Ein starkes Indiz für eine solche Situation ist beispielsweise, wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das gebuchte Zielgebiet ausgesprochen hat. Das gilt jedoch nicht für den Fall, dass seitens der Behörde bloß Reise- und Sicherheitshinweise veröffentlicht werden.

Urlaub in Zeiten der Corona-Pandemie: Was ist zu beachten, wenn Sie individuell reisen?

Bei Individualreisen sieht das Prozedere ohnehin komplexer aus. Dabei müssen die Urlauber am besten selbst ihre Storno-Bedingungen verhandeln. Das empfiehlt der ADAC. Und zwar mit allen Parteien, die an der Planung beziehungsweise Durchführung der Reise beteiligt sind. Beispielsweise mit dem Vermieter einer Ferienwohnung, dem Anbieter eines Mietwagens oder der Airline.

In der Regel gilt: „Können die Anbieter ihre Leistung erbringen, besteht kein Anspruch auf einen kostenfreien Rücktritt“, heißt es vonseiten des ADAC. Allerdings sind auch kleinere Anbieter durch Corona oftmals flexibler, was die Konditionen angeht. Bei individuellen Vereinbarungen sollten sich Reisende diese aber unbedingt schriftlich bestätigen lassen.

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