Ab in den Urlaub – Tipps vom Zoll

Rosenheim - Urlaubszeit ist Reisezeit und oft möchte man etwas aus dem Ausland nach Hause mitbringen. Was dabei erlaubt ist - oder auch nicht - verrät der Rosenheimer Zoll:

Der Sommer steht vor der Tür, die Urlaubsplanungen laufen auf Hochtouren. Für viele heißt es dann: ab in den Süden – Meer, Sonne, Strand. Und eingekauft wird natürlich auch. Aber darf man seine Souvenirs auch bedenkenlos mit nach Hause bringen? Florian Koller vom Rosenheimer Zoll rät: „Damit der Urlaub erholsam und ohne Ärger mit dem Zoll zu Ende geht, sollte man sich schon vor Urlaubsantritt über die wichtigsten Bestimmungen informieren. Ein Besuch im Internet unter www.zoll.de ist dabei sehr hilfreich.

Man kann sich aber auch kostenlos die Smartphone – App „Zoll und Reise“ herunterladen.“ Neben den zu beachtenden Reisefreigrenzen für Tabakwaren, Alkohol, Arzneimittel und so weiter sollte man vor allem darauf achten, keine Erzeugnisse aus geschützten Tieren oder Pflanzen zu kaufen. Denn diese Souvenirs können teuer werden, weil nicht nur die Beschlagnahme durch den Zoll, sondern auch eine Geldstrafe droht. Welche Tiere und Pflanzen besonders geschützt sind, findet man unter www.artenschutzonline.de .

Bekleidung, Fanartikel, Kosmetika, Taschen, Uhren und zahlreiche weitere Artikel namhafter Markenhersteller werden in den Urlaubsländern häufig zu Spottpreisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele solcher vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich als qualitativ minderwertige Fälschungen. Nachgeahmte Textilien werden nicht selten mit giftigen Farbstoffen hergestellt. Sofern nachgeahmte oder gefälschte Produkte ausschließlich zur privaten Nutzung erworben wurden, schreitet der Zoll nicht ein, wenn der Wert dieser Waren zusammen nicht mehr als 430 Euro (Flugzeug, Schiff) beziehungsweise 300 Euro (Auto, Bahn) beträgt.

Außerdem dürfen die Waren keinen kommerziellen Charakter haben und sie müssen sich im persönlichen Reisegepäck befinden. Zu beachten ist auch, dass mitgeführte Barmittel ab 10.000 Euro bei der Einreise in die EU oder Ausreise aus der EU ohne Aufforderung schriftlich beim Zoll angemeldet werden müssen. Damit soll Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden. Innerhalb der EU muss beim Grenzübertritt mitgeführtes Bargeld ab 10.000 Euro nur nach Aufforderung mündlich angezeigt werden.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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