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Saison hat viel zu bieten

Sachsen schnürt die Wanderstiefel: Trend zu Extremtouren

Wandern in Sachsen
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Seit der Corona-Pandemie erlebt das Wandern einen Boom. Sachsen lockt auch mit außergewöhnlichen Touren.

Die Skier sind im Keller verstaut, nun werden die Wanderschuhe geschnürt: Seit der Corona-Pandemie erlebt das Wandern einen Boom. Mancher sucht die Extreme.

Plauen/Leipzig/Dresden - Wandern in Sachsen? Mit dem Frühlingserwachen in der Natur warten im Freistaat viele Touren. Während der Corona-Pandemie sei das Interesse am Wandern neu aufgeflammt, sagt die Geschäftsführerin des Sächsischen Wander- und Bergsportverbandes, Elke Eichler.

„Auch jetzt starten die Anmeldungen für die Wandertage wieder gut.“ Die nun beginnende Saison hat viel zu bieten.

Themenwanderungen: Von der Weinwanderung im Raum Dresden über Geocaching und Nachttouren bis zu Events, auf denen Teilnehmer mit Forstexperten einen Baum pflanzen - über 250 öffentliche Wanderungen sind dieses Jahr im Sächsischen Wanderkalender verzeichnet, sagt Eichler. „Themenwanderungen sind durch ihre Vielfalt beliebt und sprechen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen an.“

Auch Winterwandern lockt in der kalten Jahreszeit zunehmend nach draußen, sagt Kathrin Hager vom Vogtländischen Wanderverband. „Seit den Corona-Beschränkungen merken wir, dass viele Neue unsere Veranstaltungen besuchen.“

Highlights: 26 Wandertouren sind beim 11. Sächsischen Wandertag (20.-22. Mai) im vogtländischen Plauen geplant. Geführte Routen zu den Themen Geologie, Geschichte oder Gesundheit gehören dazu, erläutert Hauptorganisatorin Hager. „Es wird Kräuterwanderungen mit anschließender Quarkherstellung geben oder Yogaübungen auf der Wanderstrecke.“

Trends: Vor allem Langstreckenwanderungen werden immer beliebter. Routen um die 100 Kilometer, stundenlang auf den Beinen, oftmals bis zu 24 Stunden und ohne Schlaf: Viele Wanderer suchten das Extreme, erklärt Susann Zehl als Sprecherin der Sportfreunde Neuseenland. Bei der anstehenden 7-Seen-Wanderung rund um Leipzig vom 6. bis 8. Mai registriert der Verein ein zunehmendes Interesse an den Angeboten in XXL-Form. „Die Leute reizt es, ihre Komfortzone zu verlassen.“

Überangebot: Nach den Einschränkungen durch zwei Jahre Corona-Pandemie warten auf Wanderfreunde fast zu viele Angebote in den nächsten Monaten. „Alle geben jetzt Gas, wollen ihre Veranstaltungen anbieten und achten nicht immer darauf, ob sich Termine überschneiden“, sagt Zehl. Dadurch müssen sich Interessierte entscheiden und machen sich die Organisatoren gegenseitig Konkurrenz. „Das merken wir am Buchungsverhalten. Überhaupt entscheiden sich die Menschen kurzfristiger.“

Sport: Die Sachsen nehmen das Wandern besonders ernst. Nur hier und in Thüringen gelte Wandern als Sportart, in anderen Bundesländern sei es lediglich eine Freizeitgestaltung, erklärt Eichler. Dadurch seien die 101 Vereine des Sächsischen Wander- und Bergsportverbandes auch Teil des Landessportbunds. „Wir bilden eigene Trainer aus, eine Besonderheit in Sachsen. Der Sport steht im Vordergrund, weniger das Vereinsleben mit Festumzügen wie in Westdeutschland.“ 177 Trainer und fast 5000 Mitglieder zählt der Verband in Sachsen.

Wanderland: Sachsen hat ein Wanderwegenetz von rund 17 000 Kilometern vorzuweisen, wie das Tourismusministerium in Dresden informiert. Dazu kommen bisher sieben qualifizierte Wanderwege wie der Oberlausitzer Bergweg und der Kammweg Erzgebirge/Vogtland. Zu den beliebtesten Wanderlandschaften zählten die Mittelgebirge. Laut der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen gehört der Malerweg im Elbsandsteingebirge zu den beliebtesten Wanderwegen Deutschlands. dpa

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