Wahrzeichen ist weg

Schock für Malta: Das "Azure Window" ist für immer zerstört

Jahrelang pilgerten Urlauber nach Malta, um die beeindruckende Felsformation zu sehen. Doch das Azure Window ist nun von einem Tag auf den anderen Geschichte.

Es diente als majestätische Filmkulisse für die Kultserie "Game of Thrones", für Reisende war es ein Naturphänomen – und für die Malteser ihr Wahrzeichen: das Azure Window (auf Maltesisch: Tieqa tad-Dwejra).

Wahrzeichen Maltas und Urlaubs-Hotspot: das Azure Window

Doch das Fenster zum azurblauen Mittelmeer existiert nicht mehr. Am Mittwochvormittag (08.03.17) um 9.40 Uhr ist die fragile Felsformation ins Meer gestürzt. Der 20 Meter hohe Torbogen, der ins Wasser ragte, konnte einem heftigen Sturm, der Anfang März über den Inselstaat fegte, nicht mehr standhalten – und brach in sich zusammen.

"Plötzlich fiel der Bogen mit einem lauten Knall ins Meer, das Wasser spritzte hoch“, berichtete ein Augenzeuge gegenüber der "Times of Malta". Und fügt hinzu: "Als sich der Sprühnebel lichtete, war auch der Felsbogen weg." Er war einer von vielen Einwohnern, die sofort zur Westküste Maltas liefen – und ihren Augen kaum trauen konnten, dass ihr Wahrzeichen für immer verschwunden sein soll.

Vor Millionen von Jahren sollen ebenfalls Wind und Wetter Spiegel Online zufolge das Felsentor geformt haben – nun haben Sie es auch wieder zerstört. "Herzzerreißend", twitterte Maltas Premierminister Joseph Muscat – und spricht damit das aus, was sich wohl viele Malteser beim Anblick der Überbleibsel des einstigen Nationalsymbols gedacht haben.

Darum ist das Azure Window in sich zusammengebrochen

Dennoch sollen die Malteser bereits seit längerem gewusst haben, dass es einmal so weit kommen würde. "Über die Jahre in Auftrag gegebene Studien hatten darauf hingewiesen, dass unvermeidliche natürliche Zersetzung dieses Wahrzeichen heftig treffen würde", schrieb Muscat. "Dieser traurige Tag ist nun gekommen".

Was außerdem kaum bekannt war: Bereits 2016 soll ein Sturm ein Stück des Azure Window abgebrochen haben. Erst im vergangenen Januar hatte die maltesische Regierung angeordnet, die Felsformation nicht mehr zu betreten - und falls doch, mit einer Strafe gedroht. Aber gegen die Gezeiten war sie dann doch machtlos.

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Von Jasmin Pospiech

Rubriklistenbild: © Twitter/Pfeifer

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