Den Skistars auf der Spur

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Wo die Skistars trainieren, kann auch der Freizeitsportler abfahren.

Noch 100 Tage sind es bis zur alpinen Ski-WM in Garmisch, gleich darauf beginnt die Nordische Ski- WM in Oslo. Die Stars gehen gerade in den Trainings-Endspurt. Aber wo sich Maria Riesch und Co. trainieren, lässt es sich auch als Amateur gut abfahren.

Wolfgang Pohl, Präsident des Deutschen Skilehrerverbandes, weiß, wie die Vorbereitung läuft: „Der Skizirkus ist wie eine große Familie, die gemeinsam durch die Alpen reist.“ Die Teams sind immer unterwegs zu den besten Pisten, den besten Trainingsbedingungen und dem besten Schnee, sagt auch Reporter und Skiexperte Axel Müller. Klug also, wer sich als Hobbywintersportler an ihre Fersen heftet und dort fährt, wo Sieger gemacht werden. Und vielleicht kann man seine Idole bei der Gelegenheit sogar einmal hautnah erleben.

Guter Start in die Saison 

In Sölden am Rettenbach fand am 23. Oktober der Skiweltcup-Auftakt statt. „Hier“, sagt Pohl, „schwingt nahezu jeder Skirennläufer in der Vorbereitung über die Pisten.“ Aber auch Hobbysportler kommen in dem berühmten Ötztaler Skizentrum bei 146 abwechslungsreichen Pistenkilometern, die durch 34 Liftanlagen erschlossen werden, voll auf ihre Kosten.

Nicht umsonst zählt das Gebiet zu den sportlichsten in ganz Österreich. Und wer nach dem Abfahrts-Marathon dringend eine Pause braucht, kann zwischen 25 Skihütten, von urig bis mega- trendy, wählen.

Große Gletscherrunde 

Die Lage in der Dreitausenderwelt der Ötztaler Alpen macht sich immer wieder bezahlt. Schon Ende August hatte es am Pitztal- Gletscher einen halben Meter Neuschnee. Hier oben trainiert der österreichische Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich ebenso wie die mehrfache Gesamtweltcupsiegerin Lindsay Vonn.

ADAC-Test: Ski-und Snowboardhelme 2010

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Die drei Skigebiete Hochzeiger, Rifflsee und Pitztaler Gletscher bringen es zusammen auf gut 100 Kilometer Piste. Schwerste Abfahrten sind das Kanonenrohr am Hochzeiger (3,5 Kilometer lang, 450 Meter Höhenunterschied) und die Pitz-Panoramabahn (zwei Kilometer lang, 596 Meter Höhenunterschied).

Auf die Reiteralm

Mit der Schneesicherheit eines Gletscherskigebiets kann sie zwar nicht mithalten, die Skiregion Schladming- Dachstein, deren Pisten auf bis zu 1900 Meter hinaufreichen. „Aber ab November und Dezember, sobald es auch in den unteren Lagen genügend Grundlage hat, „kommen alle runter vom Gletscher, da ist die Reiteralm eine der ersten Möglichkeiten“, weiß Skiexperte Axel Müller.

Besonders Felix Neureuther und Maria Riesch sind hier häufig unterwegs und trainieren für ihre Rennen auf der Gasselhöhe und der Talabfahrt. Dabei hat die Reiteralm durchaus zwei Seiten und umwirbt neben der sportlichen auch die familiäre Klientel mit einem liebevoll gestalteten Kinderland.

In der Spur der Stars

Auch für die Loipe gilt: Am besten fährt es sich in der Spur der Skistars. Skilangläufer, die neben Olympiasieger Petter Northug und Doppel-Weltmeisterin Justyna Kowalczyk an ihrer Technik feilen wollen, haben am Dachsteingletscher gute Karten. „Da trainieren sie alle, weil es dort die besten Loipenbedingungen gibt“, sagt Skilehrer-Verbandspräsident Pohl.

In 2700 Metern Höhe erstrecken sich auf 18 Kilometern Diagonal- und Skatingloipen – laut Dachstein-Gletscherbahn die längsten Gletscherloipen der Welt. Fürs Höhentraining kommen die Spitzensportler aber auch gerne ins Oberengadin. Das mondäne St. Moritz und seine Umgebung gelten als Paradies für Langläufer. Schließlich zieht sich durch das Tal von St. Moritz ein Loipennetz von insgesamt über 180 Kilometer Länge.

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