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Arbeiten im Endspurt

Torgau wappnet sich für Landesgartenschau

Landesgartenschau Torgau
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Blick über den Stadtpark, Teil der kommenden Landesgartenschau in Torgau.

Wo in gut einem Monat die 9. Sächsische Landesgartenschau eröffnet wird, rollen heute noch die Baumaschinen. Die Veranstalter erwarten 400.000 Besucher - und Torgau rechnet mit einem Katalysator für die Wirtschaft.

Torgau - Torgau scheint die 9. Sächsische Landesgartenschau kaum noch abwarten zu können. In der Stadt fallen an zahlreichen Ecken Poster, Banner und Flyer auf, die auf den Start der Veranstaltung am 23. April einschwören.

Auf dem Gelände der Schau, im Stadtpark am Rande der Altstadt, sind die Arbeiten gut vier Wochen vor Eröffnung in den Endspurt gegangen. Statt Blumen dominieren deshalb gerade vor allem Baugeräte das 24 Hektar große Areal. Wege wollen fertiggestellt, Stege angebunden und Spielplätze abgenommen werden.

Milder Winter sorgt für erste Farben

„Es bleibt natürlich bis zum Schluss spannend. Wenn wir vorne das Band durchschneiden, wird wahrscheinlich hinten die letzte Schubkarre rausgerollt“, sagt Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth (CDU). In der letzten Beratung hätten Bauherr und die verantwortlichen Unternehmen versichert, dass alles pünktlich fertig werde. „Was uns sehr entgegenkam, war der sanfte Winter. Deshalb zeigen sich schon jetzt die ersten Frühblüher und die ein oder andere Rasenfläche wird bald bestimmt auch noch grün, so dass ich sehr optimistisch bin“, berichtet Barth.

Klettergerüste in Form von Kranichen sind eines der Markenzeichen der Landesgartenschau.

70.000 Frühblüher sollen auf dem Gelände für Farbe sorgen. Dazu kommen unter anderem 50.000 Sommerblumen, mehr als 500 neue Bäume, fast 10.000 Sträucher und mehrere Schauen in der Blumenhalle. Für Kinder wurden neue Spielplätze geschaffen, Vogelfreunde werden auf einem Beobachtungssteg nach Kranichen Ausschau halten und Sportler auf einem neuen Fitness-Areal mit Outdoor-Geräten die Muskeln trainieren können. Abgerissen wird der Oberbürgermeisterin zufolge nichts, wenn die Landesgartenschau nach 170 Tagen am 9. Oktober zu Ende geht. „Etwas Besseres, als diese innerstädtischen Flächen so herzurichten, dass sie nachhaltig von allen Torgauern genutzt werden können, hätte uns nicht passieren können“, betont Barth.

Nicht nur Blumen - Umfangreiches Rahmenprogramm

400.000 Besucher will die Landesgartenschau nach Torgau locken. Die Oberbürgermeisterin ist optimistisch, dieses Ziel erreichen zu können: „Ich glaube, dass die Menschen mittlerweile Lust haben, wieder nach draußen zu gehen und sich schöne Dinge anzusehen.“ Damit meint das Stadtoberhaupt nicht nur Blumen. Für das nach Angaben der Macher rund 800 Veranstaltungen umfassende Rahmenprogramm haben sich etwa die Bands Karat und Münchner Freiheit angekündigt. Rund um den Garten geplaudert wird unter anderem mit der Sängerin und Schauspielerin Angelika Milster und dem Autoren Wladimir Kaminer.

All das schlägt mit rund 25 Millionen Euro zu Buche. Davon muss die Stadt laut Barth 15 Prozent als Eigenanteil aufbringen. Sie hoffe, mit dieser Investition die Landesgartenschau als Wirtschaftskatalysator sowie für eine nachhaltige Entwicklung von Stadt und Tourismus nutzen zu können. Das soll die Stadt beleben - oder wieder aufwecken. „Als ich 2015 angetreten bin, habe ich immer gesagt, Torgau ist ein kleines Dornröschen - wunderschön, aber es schläft etwas“, erinnert Barth. dpa

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