Wer spuckt, der zahlt!

Fahrgäste zahlen fürs Erbrechen im Taxi extra

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Key West Florida:

Alkohol und Auto passen nicht zusammen. Wer abends Party macht, ruft sich ein Taxi. Betrunkene Fahrgäste sollten aber vorsichtig sein. Eine Stadt in Florida hat nun eine Extra-Gebühr erhoben. 

Bei großen Events, wie beim Fantasy Fest oder Silvester brummt das Geschäft auch für Taxifahrer in Key West in Florida (USA). Allerdings bringt die Feierlaune auch Probleme mit sich: Wenn sich ein betrunkener Fahrgast auf der Heimfahrt erbricht, muss der Taxler den Wagen reinigen und desinizieren. Das kostet Geld. Außerdem entgehen den Fahrern während dieser Zeit auch Einnahmen. 

Die Stadt Key West hat deswegen jetzt eine neue Verordnung erlassen. Fahrgäste, die sich übergeben, müssen 50 US-Dollar (etwa 38 Euro) plus die Beförderungskosten zahlen.

Wenn "ein Passagier Böden und das Innere eines Taxi mit Körperflüssigkeiten oder Feststoffen“ verunreinigt, wird die Putz-Gebühr fällig, heißt es in der Verordnung 

Für Taxifahrer Jan Dolan sei die Verordnung eine praktische Lösung für ein teueres Problem, wie Foxnews.com online berichtet. 

Doch den Extra-Zuschlag sollen nur Betrunkenen zahlen müssen. Kinder oder nüchtere Fahrgäste, die aus Krankheitsgründen während der Fahrt spucken, sind von der Schmutz-Gebühr befreit.

Die Idee einer Spuck-Gebühr ist in den USA nicht neu. Chicago und Austin haben schon eine Verordnung in dieser Art. In Austin ist die Verschmutzung-Gebühr besonders saftig. Hier kassieren die Taxifahrer 100 US-Dollar (etwa 75 Euro).

In Deutschland stellt das Erbrechen ins Taxi eine schuldhafte Verletzung des Beförderungsvertrags dar. Wer mit zu viel Promille ins Taxi steigt, muss gegebenfalls Schadensersatz für Reinigungskosten und Verdienstausfall zahlen. 

In einem Urteil des Amtsgerichts München Az 271 C 11329/10 von 2010 sah es das Gericht allerdings Mitverschulden an, das der Taxifahrer nicht unverzüglich angehalten hatte, als der Fahrgast auf der Rückbank große Übelkeit verspürte. Da ein Stopp möglich gewesen wäre, wurden damals die Kosten in Höhe von 241 Euro auf die Hälfte reduziert. 

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