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Ukraine-Konflikt

„Aus ethischen und moralischen Gründen“: Erste Reiseveranstalter stoppen Russland-Reisen

Eine ukrainische Flagge weht vor dem Unabhängigkeitsdenkmal auf dem Majdan Nesaleschnosti in Kiew.
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Auch Reiseveranstalter reagieren auf den Ukraine-Konflikt und den Einmarsch russischer Truppen auf das Land.

Ein Münchner Reiseveranstalter reagiert auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine mit einem Stopp seiner geplanten Russland-Reisen. Andernorts kommt es zu Stornierungen.

„Mit sofortiger Wirkung stellt Hauser Exkursionen seine Reiseangebote nach Russland ein“, heißt es in einer Pressemitteilung des Münchner Reiseveranstalters, der sich auf nachhaltiges Slow Trekking spezialisiert hat. Seit dem 24. Februar würden keine entsprechenden Buchungen mehr entgegengenommen. Wer bereits eine Reise nach Russland gebucht habe, würde vom Kundenservice kontaktiert werden. Damit reagiert der Reiseveranstalter auf den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.

Reiseveranstalter canceln Russland-Reisen nach Einmarsch in die Ukraine

„Wir fühlen uns aus ethischen und moralischen Gründen verpflichtet, ein klares Zeichen zu setzen“, so Manfred Häupl, Inhaber und Geschäftsführer von Hauser Exkursionen. „Wer Völkerrecht absichtlich mit Füßen tritt und zudem militärisch aktiv in ein Nachbarland einmarschiert, darf nicht toleriert werden.“ Das Portfolio des Reiseveranstalters umfasst mehr als 400 Reisen in 90 Länder. Die sechs Russland-Touren gehören nun nicht mehr dazu. Mit Berge & Meer hat sich zudem ein weiterer Reiseveranstalter dieser Auffassung angeschlossen und laut dessen Website „bis auf Weiteres aus ethischen und moralischen Gründen“ alle Russland-Reisen abgesagt.

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Andere Reiseveranstalter hingegen werden nun mit Stornierungen konfrontiert: „Es stornieren vor allem Kunden, die schon in den kommenden Wochen mit uns nach Russland reisen wollten“, berichtet Jochen Szech, Geschäftsführer von GO East, laut dem Branchenmagazin FVW. Die Russland-Reisen wolle man aber nicht komplett einstellen, da man auf diese Weise mit Guides und Gästefamilien die falschen Personen bestrafe.

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Deutscher Reiseverband reagiert auf den Ukraine-Konflikt

Der Deutsche Reiseverband (DRV) bedauert in einem Statement, „dass diplomatische Bemühungen den Angriff Russlands auf die Ukraine nicht verhindern konnten.“ Militärische Konflikte würden in jedem Fall nicht dazu beitragen, dass Reisen an Planungssicherheit gewinnen. „Es steht zu hoffen, dass die Diplomatie jetzt schnell Oberhand gewinnt und die militärischen Operationen Russlands in der Ukraine gestoppt werden können. Mögliche Folgen sind zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr schwer abzusehen.“ (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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