Verona - Oper fürs Volk

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Unterhaltung seit der Römerzeit - die Arena diVerona ist Schauplatz für Opern und Konzerte.

An ihren Mauern bröckelt es, die steinernen Bänke sind nichts für empfindliche Gesäße. Und trotzdem käme kein Mensch jemals auf die Idee, bei diesem Bauwerk nach Sanierung oder gar Modernisierung zu schreien.

Denn was die Atmosphäre betrifft, da stellt die Arena von Verona jeden Konzertsaal dieser Welt in den Schatten. Gerade hat der Kartenvorverkauf für die neue Opernsaison begonnen.

2000 Jahre alt und kein bisschen leise: Jeden Sommer wieder pilgern die Opernfans zu Tausenden an den südlichen Gardasee, in die Arena von Verona, um Verdi-Klassiker wie Aida, La Traviata und Nabucco zu hören. Sie gehören zum Stammprogramm des antiken Freilufttheaters, in dem die Menschen auf Steinstufen sitzen und der Oper nicht nur einfach zuhören, sondern sie regelrecht zelebrieren.

Neben den berühmten Verdi-Dauerbrennern stehen in diesem Jahr auch Puccinis La Bohème und Rossinis Barbier von Sevilla auf dem Programm und – natürlich – Roméo et Juliette, die Oper des Franzosen Charles Gounod. Sie wird in der Heimatstadt des berühmtesten Liebespaars der Welt immer wieder mal gegeben – schon der Tradition zuliebe.

Auch wenn eine Maria Callas in der Arena von Verona 1947 ihre Weltkarriere begann (als La Gioconda in der gleichnamigen Oper von Amilcare Ponchielli), auch wenn ein Pavarotti hier schon gesungen hat – die großen Namen sind es heute nicht, die von den Programmen leuchten. Das Medienecho um die Stars, das ist in Verona Nebensache, wo die Oper volkstümlich erlebt wird – bei Picknick und Kerzenschein und einem Glas Wein.

Premiere in der Arena ist in dieser Saison am 17. Juni mit La Traviata. Neunmal steht Verdis musikalisches Drama um die leidende Kameliendame (in der Literaturvorlage von Alexandre Dumas) auf dem Spielplan, 15 Mal Aida, an Terminen zwischen dem 18. Juni und 3. September. Karten gibt es ab sofort unter Tel. 0039/045/800 51 51 (man spricht Deutsch) oder im Internet unter www.arena.it. Die Preise reichen von 15 Euro (nicht nummerierte Rangplätze) bis zu 119 Euro im 1. Parkett.

Kulinarische Opernreise nach Verona

DIE REISE Verona, die romantische Stadt von Romeo und Julia, Opernabende in der Arena, danach ein Gläschen Wein und ein Imbiss auf der Piazza Bra – das Ganze eingerahmt von einer Genusstour in das Valpolicella-Weingebiet und an den Gardasee – das ist ein kulturell-kulinarisches Gesamtpaket nach dem Geschmack eines echten Italien-Liebhabers. Wir haben es, detailliert fein abgestimmt, für eine ganz besondere Leserreise geschnürt.

DER TERMIN 30. Juni bis 3. Juli 2011. Im Luxus-Fernreisebus (Taxi-Anfahrt innerhalb Münchens zur Busstation inklusive) geht es nach Verona in das Hotel Leon d’Oro (vier Sterne) , das im Fußbereich von der Arena entfernt am Rand der Innenstadt von Verona liegt.

DAS PROGRAMM Zwei Eintrittskarten für die Arena, einmal für „La Traviata“ und einmal für „Der Barbier von Sevilla“ sind im Reisepaket ebenso enthalten wie eine Stadtführung von Verona, eine Weinprobe mit Imbiss im Valpolicella-Gebiet sowie ein Ausflug nach Salo an den Gardasee mit Überfahrt auf die Isola del Garda und einem Mittagessen in Bardolino. Im Hotel ist das Frühstücksbüffet inklusive, nach der Oper wird jeweils ein leichtes Abendessen mit Getränken serviert.

DER PREIS 995 Euro pro Person im DZ, 1145 Euro im EZ. Opernkarten der Kategorie Gradinata Sektor D/E (Steinbänke). Bessere Ränge gegen Aufpreis. Info/Buchung bei Geldhauser Busreisen in München, Marienplatz 8 (im Münchner Rathaus), Tel. 089/22 08 61. Infos auch im Internet unter www.merkur-online.de/leserreisen.

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