Viel Schnee für wenig Pulver

+
Hoch hinaus in der Hohen Tatra: Auf den Charme des Altmodischen setzt man im polnischen Zakopane beim Après-Ski – die Liftanlagen sind hochmodern.

Günstig in den Winterurlaub? Die Skigebiete im östlichen Europa haben technisch aufgeholt und hier bekommt man noch so einiges für einen Euro. Was Urlauber von Bansko in Bulgarien bis Zakopane in Polen erwartet:

POLEN – Zakopane

Eine Reihe von Skigebieten befindet sich in der Hohen Tatra entlang der Südgrenze Polens. Das Größte davon ist Zakopane, 90 Kilometer westlich von Krakau. Als Geheimtipp kann man die „Winterhauptstadt Polens“ mit drei Millionen Touristen jährlich längst nicht mehr bezeichnen, und trotzdem hat sich der Wintersportort noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Zakopane bietet insgesamt 18 Pistenkilometer, 50 Kilometer Loipe und einen Funpark für Boarder. Das Aushängeschild Zakopanes ist die Skisprungschanze Wielka Krokiew, auf der Ende Januar 2010 der Skisprung-Weltcup ausgetragen wird. Bei deutschen Gästen bekannter sind wegen ihrer Grenznähe die Skigebiete im Riesengebirge. 70 Kilometer hinter der Grenze liegt zum Beispiel Szklarska Poreba. Das Skigebiet liegt zwar nur auf 700 bis 1360 Metern Höhe, dafür sind aber die 13 Pistenkilometer fast komplett beschneibar. Info: Polnisches Fremdenverkehrsamt, Berlin, Tel. 030/210 09 20, www.polen.travel

TSCHECHIEN – Cerná Hora

Über 100 Skigebiete sind über das ganze Land verteilt. Zwar liegen diese deutlich niedriger als die Alpen, im Riesengebirge geht es gerade mal auf 1300 Meter hinauf, doch weil in den letzten Jahren viel Geld in modernste Beschneiungsanlagen investiert wurde, gelten die tschechischen Skigebiete als ziemlich schneesicher. Eines der großen Skigebiete in Tschechien ist Cerná Hora mit 13 Pisten, bekannter ist jedoch der Ort Harrachov mit seiner Skiflug- Schanze. Die regelmäßig hier ausgetragenen Weltcup-Wettbewerbe haben den Ort sehr populär gemacht. Auch für Breitensportler bietet Harrachov sehr gute Bedingungen, selbst eine Superpipe und einen Funpark gibt es. Info: CzechTourism, Berlin, Tel. 030/204 47 70, www.czechtourism.com

SLOWAKEI – Jasná

Man sollte sich nicht irreleiten lassen von dem Namen. Auch in der Niederen Tatra gibt es Berge von mehr als 2000 Metern Höhe; deswegen konnte sich Jasná auch zu einem der größten Skigebiete Osteuropas entwickeln. Es liegt im Nationalpark Nizke Tatry und ist mittlerweileeine der beliebtesten Wintersportregionen Europas. Von Langlauf über Skibergsteigen bis hin zur Halfpipe wird hier alles geboten. Ski- und Snowboardfahrern stehen in Jasná 13 Pisten von insgesamt fast 35 Kilometern Länge zur Verfügung. Paraglider können die wunderschöne Landschaft aus der Vogelperspektive genießen. Info: Slowakische Zentrale für Tourismus, Berlin, Tel. 030/25 94 26 40, www.slovakia.travel

BULGARIEN – Bansko

Bulgarien bewarb sich als Gastgeber für die Olympischen Winterspiele 2014. Dies wäre noch zehn Jahre zuvor eine Lachnummer gewesen, in den letzten Jahren wurde in die Skigebiete, vor allem in Bansko, mächtig investiert. Trotzdem verlor man diesmal gegen das russische Sotschi, aber chancenlos war man nicht. Insgesamt sind die Pisten knapp 70 Kilometer lang und liegen auf Höhen zwischen 930 und 2600 Metern. Erschlossen sind sie mit hochmodernen Kabinenbahnen und Sesselliften, während die Altstadt von Bansko altmodisch-urig geblieben ist. Noch ist Bansko ein Spartipp, die Preise ziehen aber allmählich an.

Bulgarien hat zwei weitere große Skigebiete, die in Deutschland noch kaum bekannt sind: Borovets im Rilagebirge gilt als ausgesprochen schneesicher. Pamporovo in den Rhodopen rühmt sich ebenfalls stabiler Schneebedingungen – dabei ist es gerade mal 100 Kilometer von der Ägäis entfernt. Besonders beliebt sind die bulgarischen Skischulen, die sich durch ihre Mehrsprachigkeit und Kompetenz einen sehr guten Ruf erarbeiten konnten. Info: Staatl. Bulgarische Agentur für Tourismus, Sofia, Tel.00359-2/933 58 45, www.bulgariatravel.org

SLOWENIEN – Maribor Pohorje

Ein echter Geheimtipp unter Wintersportlern ist Slowenien. Hochmodern, aber noch weitgehend unbekannt, vermisst man hier langes Anstehen am Lift und überfüllte Pisten. Hinzu kommt, dass man Städtetrip und Skiurlaub ideal miteinander verbinden kann. Nahe der zweitgrößten Stadt des Landes, Maribor, liegt das beliebte Skigebiet Maribor Pohorje.

Schneegarantie ist auf den insgesamt 60 Kilometern Skipiste durch moderne Beschneiungsanlagen gegeben. Highlight ist eine zehn Kilometer lange Flutlichtpiste, die zu den längsten Europas gehört. Als Austragungsort des bekannten „Goldenen Fuchses“ hat sich das slowenische Skigebiet bei der Damen-Weltcup-Elite einen Namen gemacht. Info: Slowenisches Fremdenverkehrsamt in München, Tel. 089/29161202, www.slovenia.info

Thomas Sell/holidaycheck

WAS DER EURO IM SCHNEE WERT IST

Kaufkraft des Euros im Winter 2009

Deutsche Winterurlauber müssen im Ausland oft tiefer in die Tasche greifen als daheim. So ist die Kaufkraft des Euro in Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz niedriger als in Deutschland. Waren und Dienstleistungen, für die daheim im Schnitt nur etwa 87 Cent zu zahlen sind, kosten zum Beispiel in Frankreich einen Euro. Bei den Eidgenossen beträgt der Gegenwert des Euro in diesem Winter sogar nur 84 Cent.

Doch es gibt auch Länder, in denen sich der Winterurlaub günstiger verbringen lässt, und dazu gehören vor allem die Skigebiete Osteuropas wie in Polen, Tschechien, Bulgarien, Slowenien und der Slowakei. Dabei müssen diese Länder, was die technische Ausstattung von Lift- und Beschneiungsanlagen betrifft, schon lange nicht mehr hinter dem Berg stehen.

Quelle: Bankenverband

Zurück zur Übersicht: Reise

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser