Kleiner und günstiger

Was die Flugzeug-Modelle der Zukunft den Reisenden bringen

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Wohin soll es gehen? Die neuen Flugzeugmodelle der Zukunft ermöglichen teilweise ganz neue Routen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Wohin soll es gehen? Die neuen Flugzeugmodelle der Zukunft ermöglichen teilweise ganz neue Routen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Die A320neo-Familie von Airbus ist zwar nicht so groß, schafft aber dennoch Strecken von Deutschland an die Ostküste der USA. Foto: Airbus/dpa
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Die A320neo-Familie von Airbus ist zwar nicht so groß, schafft aber dennoch Strecken von Deutschland an die Ostküste der USA. Foto: Airbus/dpa
Der A321neo von Airbus kann für Interkontinental-Flüge etwa in die USA eingesetzt werden - in der Konfiguration Long Range (Langstrecke) mit Platz für mehr Treibstoff. Foto: Airbus/dpa
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Der A321neo von Airbus kann für Interkontinental-Flüge etwa in die USA eingesetzt werden - in der Konfiguration Long Range (Langstrecke) mit Platz für mehr Treibstoff. Foto: Airbus/dpa
Der Airbus A350 soll in seiner ULR-Variante (Ultra Long Range) Nonstop-Flüge zwischen Europa und Australien ermöglichen. Foto:
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Der Airbus A350 soll in seiner ULR-Variante (Ultra Long Range) Nonstop-Flüge zwischen Europa und Australien ermöglichen. Foto:
Die Einführung des Airbus A380 glich einer kleinen Revolution am Himmel - mehr als 600 Passagiere kann das durchgängig zweistöckige Flugzeug fassen. Foto: Airbus/dpa
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Die Einführung des Airbus A380 glich einer kleinen Revolution am Himmel - mehr als 600 Passagiere kann das durchgängig zweistöckige Flugzeug fassen. Foto: Airbus/dpa
Die Baureihe 737 Max von Boeing ist deutlich kleiner als die Riesenflugzeuge und schafft dennoch Strecken von Europa über den Atlantik - so werden ganz neue Routen möglich, die sich von der Auslastung her mit großen Maschinen nicht lohnen. Foto: Matthew Thompson/Boeing/dpa
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Die Baureihe 737 Max von Boeing ist deutlich kleiner als die Riesenflugzeuge und schafft dennoch Strecken von Europa über den Atlantik - so werden ganz neue Routen möglich, die sich von der Auslastung her mit großen Maschinen nicht lohnen. Foto: Matthew Thompson/Boeing/dpa
Die 747-8 von Boeing ist auch als Jumbo Jet bekannt. Foto: Boeing/dpa
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Die 747-8 von Boeing ist auch als Jumbo Jet bekannt. Foto: Boeing/dpa
Mit der Boeing 777-200LR fliegt Qatar Airways die Route von Doha nach Auckland - bislang der längste Flug der Welt. Foto: Boeing/dpa
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Mit der Boeing 777-200LR fliegt Qatar Airways die Route von Doha nach Auckland - bislang der längste Flug der Welt. Foto: Boeing/dpa

Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus entwickeln ständig neue Modelle, zum Beispiel Ultra-Langstreckenflieger. Der große Trend der Zukunft sind aber kleine Flugzeuge für die Fernstrecke, zum Beispiel in die USA. Das bringt Flugreisenden einige Vorteile.

Berlin (dpa/tmn) - Als der Airbus A380 auf den Markt kam, war das eine Sensation. Mehr als 600 Passagiere fasst die Maschine in der Konfiguration von Emirates. Konkurrent ist die 747-8 von Boeing, der Jumbo. In den kommenden Jahren sind derart neuartige Flugzeugmodelle jedoch nicht zu erwarten.

Der Trend geht in eine andere Richtung: Kleinere Maschinen kommen für Fernflüge zum Einsatz, etwa über den Atlantik. Für Reisende könnte das zwei Dinge bedeuten: Sie müssen seltener umsteigen, und die Ticketpreise sinken tendenziell.

Bislang ist es so: "Die riesigen Flugzeuge sind darauf ausgelegt, von Drehkreuz zu Drehkreuz zu fliegen", erklärt der Luftverkehrs-Experte Cord Schellenberg aus Hamburg. Kleine Zubringer-Maschinen bedienen die zentralen Hubs, wo die Passagiere auf die großen Flieger verteilt werden. Von den Drehkreuzen kann man aber auch zu regionalen Flughäfen fliegen - wodurch die Hubs zunehmend überlastet sind.

Doch in den vergangenen Jahren ist viel passiert. Damit hätten vor allem die Billigflieger zu tun, sagt Schellenberg. "Sie fliegen mit kleineren Flugzeugen zu kleineren Flughäfen." Diese sogenannten Point-to-Point-Verbindungen sind für viele interessant. Nürnberg - Mailand statt München - Rom, Karlsruhe/Baden-Baden – Thessaloniki statt Frankfurt - Athen: Die Anreise ist bequem, kein Umsteigen.

Genau dieses Konzept könnte nun auch auf Interkontinental-Strecken kommen. Die Maschinen der A320neo-Familie von Airbus und die Reihe 737 Max von Boeing werden nämlich so angepasst, dass sie es von Deutschland aus zum Beispiel an die Ostküste der USA schaffen.

Norwegian zum Beispiel fliegt ab Juli von Irland und Großbritannien aus über den Atlantik, zu Kampfpreisen. Billig fliegen auf der Langstrecke, das ist die Idee. Die Preise könnten purzeln, ein Urlaub in den USA dadurch deutlich günstiger werden.

Die neuen Maschinen schaffen die Transatlanik-Strecken sogar von Mitteleuropa aus. "So können auch kleinere Orte miteinander verbunden werden", sagt Prof. Johannes Reichmuth, Direktor des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Warum von Frankfurt oder Düsseldorf in die USA fliegen, wenn es auch von Hamburg, Bremen oder Hannover funktioniert?

Offen ist, ob das Fliegen auf der Langstrecke wegen kleinerer Maschinen in Zukunft noch unbequemer wird - Stichwort Sitzabstand. Denn für die Bestuhlung sind die Fluggesellschaften zuständig.

Die Airlines haben in erster Linie ein Interesse an einer möglichst einheitlichen Flotte, die jedes angebotene Ziel erreichen kann. "So kann man auch mal eine Strecke ausprobieren, und wenn die nicht funktioniert, schließt man sie wieder", sagt Prof. Reichmuth. Wenn ein Flugzeug sowohl die Badeziele in Europa als auch die USA erreichen kann, ist die Auslastung insgesamt deutlich besser.

Vielleicht tragen die neuen Flugzeugmodelle auch ein wenig dazu bei, dass sich Passagiere weniger für den ökologischen Fußabdruck ihrer Reise schämen. Die Flugzeuge sollen nämlich weniger Kerosin verbrauchen. In Sachen Antrieb haben die bestehenden Maschinen ihre Grenzen erreicht. "Nun geht es in erster Linie darum, durch ein geringeres Gewicht die Emissionen zu verringern", sagt Reichmuth. Dabei helfen extrem leichte Carbon-Faserverbundwerkstoffe.

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