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Wasser marsch! Sonst gibt es Geld zurück

Dusche Wasser Reise Recht
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Duschvergnügen: Fließt kein Wasser, gibt’s Geld zurück.

In sogenannten Entwicklungsländern klappt nicht alles reibungslos, aber auch dort haben Pauschalurlauber Anspruch auf eine funktionierende Wasserversorgung im Hotel.

Tropft regelmäßig kein Wasser aus dem Hahn, muss der Veranstalter einen Teil der Reisekosten erstatten. Anders sieht die Sache nur aus, wenn das Unternehmen im Katalog deutlich darauf hinweist, dass die Wasserversorgung eventuell nicht durchgängig gewährleistet ist.

Das hat das Landgericht Frankfurt (Az. 2-24 S 16/09) in einem Fall entschieden, in dem es um eine Venezuela-Reise ging. Reiseveranstalter können sich laut dem Urteil nicht auf die Position zurückziehen, dass solche Defizite in Entwicklungsländern eine „landestypische Begebenheit“ seien.

Reise Recht: Die größten Katalog-Irrtümer

Reise-Recht: Die größten Katalog-Irrtümer

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Reiseparadies mit Tücken - manche Katalog-Infos sind zulässig. Lesen Sie genau, denn in folgenden Fällen gibt es keine Preisminderung. © dpa
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„Beheizbarer Swimmingpool“ - für eine Heizung wird nicht garantiert. © dpa
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„Meerseite“ verspricht kein Zimmer mit Meerblick eher auf andere Häuser. © dpa
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Eine Zwischenlandung ist beim „Direktflug“ im Unterschied zum Nonstopp-Flug hinzunehmen. © dpa
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Wenig Komfort verspricht die Information: „saubere und zweckmäßig eingerichtete Zimmer“. © dpa
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Gerichte tolerieren keine Preisminderung bei Störung durch Kinderlärm bei dem Vermerk  „Kinderfreundliches Haus“. © dpa
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„Gelegentliche Lärmbelästigung“ von ein bis zwei Stunden sind als Gast zu akzeptieren. © dpa
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„Ruhige Lage“ - hier sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht. © dpa
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„Strand“ kann Sand - und auch Kiesstrand sein. © dpa
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„Schwerpunkt des Nachtlebens“ für einen Ort wo nachts der Bär los ist. © dpa
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„Naturbelassener Hotelstrand“ für einen Strand mit Abwasserzuläufen. Mehr Tipps zum Reiserecht gibt‘s im Internet bei www.reiserecht-fuehrich.de. © dpa

Vielmehr habe jeder Reisende, der einen entsprechenden Preis bezahlt, einen Anspruch auf eine ausreichende Wasserversorgung. Im konkreten Fall waren die Leitungen von 23 bis 6 Uhr fast immer leer, und auch tagsüber war die Wasserversorgung nur über Tankwagen einigermaßen gesichert. In einem 50 Meter entfernten Hotel gab es solche Probleme dagegen nicht. Den Reisemangel bezifferte das Landgericht auf „mindestens 20 Prozent“ des Reisepreises. Weil außerdem auf dem Hotelgelände gebaut wurde, was zu weiteren 15 Prozent Preisminderung berechtigt, bestätigte das Gericht die Entscheidung der Vorinstanz.

Das Amtsgericht hatte den Urlaubern eine Rückerstattung von fast 34 Prozent ihres Reisepreises zugestanden, im konkreten Fall 1700 Euro.

dpa

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