Mangobaum, Kobolde & Inka-Kola

Weihnachten mal anders: Traditionen aus aller Welt

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In Mexiko gibt es an Weihnachten Geschenke aus Piñatas.

Weihnachtsbäume, bunte Kugeln und Adventskränze - so begehen Deutsche das Weihnachtsfest. In anderen Teilen der Welt feiert man das Fest der Liebe auf ganz unterschiedliche Art.

Im Dezember feiert fast die ganze Welt Weihnachten. Das sieht jedoch weltweit überall anders aus: Jedes Land erzählt seine eigene, besondere Weihnachtsgeschichte.

Peru: Kulinarische Weihnachtstraditionen

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Weihnachten bei den Inkas wird mit gebratenem Truthahn, Panetón, einer Kuchenspezialität, und heißer Schokolade gefeiert. Doch nicht nur das: Da die peruanische Bevölkerung durch die Zuwanderung sehr verschieden ist, sind auch die kulinarischen Weihnachtstraditionen sehr unterschiedlich. Zum Beispiel werden in anderen Regionen Empanadas verspeist, das sind kleine gefüllte Teigtaschen, oder Tamales, also in Pflanzenblättern gedämpfter und gefüllter Maisteig. Zu Mitternacht wird Champagner oder Inka-Kola getrunken.

Island: Weihnachtskerle aus dem Lavafeld

In Island verzaubert an Weihnachten die Sagenwelt: Das Riesen-Ehepaar Grýla und Leppalúði sowie ihre 13 Söhne, die Jólasveinar, spielen dabei eine Rolle. Die "Weihnachtskerle" - kleine, freche Kobolde -stibitzen Nahrung, ärgern Tiere im Stall und wohnen der Legende nach am See Mývatn in einem Lavafeld. Die Jólasveinar treiben zwischen 12. und 24. Dezember Unfug und legen den Kindern jeden Tag kleine Gaben in die Schuhe. Für brave Mädchen und Buben gibt es Süßes, für unartige Kinder auch mal eine Kartoffel. Bis zum Dreikönigstag verschwinden die kleinen Kerlchen mitsamt ihren riesigen Eltern wieder.

Indien: Weihnachtlich geschmückte Bananen- oder Mangobäume

"Bada Din" bedeutet "Großer Tag": Das Weihnachtsfest wird auch in Indien gefeiert - wenn auch von gerade einmal sieben Prozent der Bevölkerung. Dabei gibt es wie hierzulande einen geschmückten Weihnachtsbaum. Es werden hierfür aber keine Tannen verwendet, sondern Bananen- oder Mangobäume. Für Inder gehört auch das Schlemmen zu Weihnachten: Reis mit Curry, würziges Fleisch und Gemüse werden zum Fest gereicht. Am Abend wird ein großes Freudenfeuer angezündet. Das Fest endet mit einem Feuerwerk.

Wichteln auf Brasilianisch

In Brasilien werden zwei Traditionen vermischt: Einerseits wird die klassische Krippengeschichte gefeiert, andererseits gibt es den bärtigen Weihnachtsmann. Dieser ist im Land des Amazonas leichter bekleidet, denn in Brasilien herrschen im Dezember sommerliche Temperaturen. Ein Highlight sind auch die öffentlichen Schauspiele: Bei den Los Pastores versuchen eine Hirtin und ein Zigeuner, das Jesuskind zu entführen. Die klassische Bescherung gibt es in Brasilien nicht, vielmehr eine kleine Detektivgeschichte: In der Familie oder unter Freunden wird "L’amigo secreto" praktiziert. Es kommt dem hierzulande bekannten "Wichteln" nahe: Am Weihnachtstag versammelt man sich und findet heraus, wer sich hinter dem "heimlichen Freund" und seinem Geschenk verbirgt.

Weihnachtliche Gastfreundschaft in Mexiko

In Mexiko wird am 12. Dezember das Fest der Jungfrau Maria, der Neujahrstag und der Dreikönigstag gefeiert. Weihnachtliche Feierlichkeiten werden ab dem 16. Dezember begangen. In dieser Zeit finden so genannte Posadas statt: Umzüge, die der Reise von Maria und Josef gedenken. Alle Dorfbewohner verkleiden sich dann und bitten bei ihren Nachbarn um eine Unterkunft. Der Tradition nach begibt sich jede Gruppe zu drei verschiedenen Häusern. Im dritten Haus wird der Gruppe Gastfreundschaft gewährt. Dort werden dann gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Geschenke werden in Mexiko nicht unter den Baum gelegt: Sie werden in so genannten Piñatas verpackt. Das sind Pappmaché-Figuren, die mit Süßigkeiten gefüllt und dann durch Schläge mit einem Stock zerbrochen werden.

Von Simona Asam

Quelle: Evaneos

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