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Urteil in Köln

Wegen Wespenstich und Knochenbruch: Ehepaar verklagt Reiseveranstalter

Felsenstrand von Grand Gaube im Norden der Republik Mauritius.
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Der Urlaub auf Mauritius war für ein Ehepaar nicht zufriedenstellend.

Ein Ehepaar verklagte seinen Reiseveranstalter nach Rückkehr aus einem Mauritius-Urlaub auf knapp 25.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Jetzt gibt es ein Urteil.

18.750 Euro Schadenersatz und mindestens 6.000 Euro Schmerzensgeld für seine Frau – das forderte der Kläger von einem Reiseunternehmen. Vor allem die Frau hätte während des Aufenthalts auf der Insel viel Leid erdulden müssen, so der Vorwurf. Und auch generell sei der Urlaub laut einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers nicht zu ihrer Zufriedenheit gewesen. Die Pauschalreise hatte das Ehepaar für 12.604 Euro gebucht. Das Landgericht Köln wies die Klage jedoch in der mündlichen Verhandlung komplett ab.

Ehepaar beklagt zahlreiche Mängel im Mauritius-Urlaub

Ihren dreiwöchigen Aufenthalt Anfang 2020 verbrachte das Ehepaar im Luxus-Strandhotel „Sugar Beach A Sun Resort Mauritius Flic en Flac“. Doch gleich am Ankunftstag lief nicht alles zu ihrer Zufriedenheit: So gaben sie an, dass sie bis 15 Uhr warten mussten, bis sie ihr Zimmer betreten konnten, obwohl der Check-in bereits ab 14.30 Uhr galt. Der Reiseveranstalter entgegnete jedoch, dass dem Ehepaar ein amerikanisches Frühstück angeboten wurde, um die Wartezeit zu überbrücken. Am Abend zerbrach den Eheleuten dann eine Flasche Rum auf ihrem Zimmer – erst nach Mitternacht sei die Reinigungskraft erschienen, um die Scherben „grob“ zusammenzufegen. Laut Gericht stelle das aber keinen Mangel dar und müsse toleriert werden. Auch eine gerissene Kette an einem Fahrrad, das sich das Paar vom Hotel lieh, müsse hingenommen werden.

Wespenstich und gebrochenes Handgelenk: Reiseveranstalter laut Landgericht nicht verantwortlich

Besonders ärgerlich empfand das Ehepaar allerdings, dass die Frau während des Aufenthalts von einer Wespe gestochen wurde. Anschließend musste sie im Krankenzimmer des Hotels behandelt werden. Der Kläger bemerkte demzufolge ein Wespennest in einem Baum neben der Terrasse des Hotelrestaurants. Danach habe das Ehepaar noch an einem Schnorchel-Ausflug teilgenommen, bei dem sich die Frau das Handgelenk brach. Das Boot habe über keine Rampe verfügt, sodass die Gäste einen großen Schritt hinein und hinausmachen mussten – die Ehefrau wollte bei der Rückkehr das Boot ohne Hilfe verlassen und rutschte dabei aus, wie es im Bericht des Kölner Stadtanzeigers heißt.

Das Landgericht Köln sah darin aber keinen Fehler des Reiseveranstalters: „Grundsätzlich ist der Reiseveranstalter nicht verpflichtet, einen Reisenden vor jeder Gefahr zu schützen, der er während der Reisezeit ausgesetzt ist“, so die Einschätzung. Der Wespenstich unterfiele dem allgemeinen Lebensrisiko und ein Ausrutscher bei Wassersportaktivitäten dem privaten Unfall- und Verletzungsrisiko. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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