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Große Trauer in Aschau im Chiemgau

Die „Residenz“ war sein Lebenswerk: Starkoch Heinz Winkler (†73) ist tot

Starkoch Heinz Winkler Aschau
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Starkoch Heinz Winkler aus Aschau.

Aschau im Chiemgau – Große Trauer im Chiemgau und in der Kochwelt: Starkoch Heinz Winkler aus Aschau im Chiemgau ist tot. Er starb in der Nacht auf Samstag (29. Oktober) im Alter von 73 Jahren.

Update, 15.20 Uhr - „Residenz“ verabschiedet sich

Mit einem bewegenden Facebook-Post hat die „Residenz“ in Aschau in Chiemgau den Tod des Sternekochs und Unternehmers Heinz Winkler bekanntgegeben. „Ein großartiger Mensch ist von uns gegangen. Nach kurzer schwerer Krankheit nahm seine Familie in tiefer Trauer Abschied“ heißt es dort.

Update, 13.45 Uhr - Große Bestürzung bei Weggefährten

Der überraschende Tod von Heinz Winkler, der von vielen Promis und Politikern der „Lieblingskoch vom Chiemsee“ war, hat bei seinen Freunden und Weggefährten für einen großen Schock gesorgt. „Wir haben eben von seiner ersten Frau Evi die Nachricht erhalten, dass Heinz verstorben ist. Wir sind sehr bestürzt. Heinz war ein guter Freund. Wir waren vom ersten Tag an seine Gäste in der Residenz in Aschau. Mein Mann interessiert sich sehr für gute Küche und hat ihm damals einen Brief geschrieben, ob er zur Eröffnung kommen darf“, sagte beispielsweise Marina Wolff, die Ehefrau von Schauspieler Christian Wolff (unter anderem „Forsthaus Falkenau“), der Bild-Zeitung. Das Paar wohnt in Aschau – dem Dorf, in dem auch Heinz Winkler zuhause war.

Die Erstmeldung:

Winkler war am Freitagabend (28. Oktober) in seinem Haus in Aschau im Chiemgau zusammengebrochen und anschließend vom Notarzt ins Krankenhaus nach Rosenheim eingeliefert worden. rosenheim24.de hatte darüber bereits berichtet. Weil sich sein Gesundheitszustand im Anschluss rapide verschlechterte, wurde Winkler ins künstliche Koma versetzt. Die Bild-Zeitung will erfahren haben, dass beim Starkoch ein Multiorganversagen diagnostiziert worden war. „Er ist dem Tod näher als dem Leben“, hieß es von Angehörigen noch am Freitagabend. In der Nacht auf Samstag wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt, wie aus dem engsten Familienkreis inzwischen bestätigt wurde.

Winkler erhielt zahlreiche Auszeichnungen

Heinz Winkler kam am 17. Juli 1949 in Brixen in Südtirol als jüngstes von elf Geschwistern einer Bergbauernfamilie zur Welt. Im Alter von drei Jahren starb seine Mutter. Als Winkler 14 Jahre alt war, begann er eine Kochlehre in Bozen – der Start zu einer großen Karriere. Er war später insgesamt sieben Jahre in verschiedenen Hotels und Restaurants in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz tätig. 1973 wurde er Küchenchef zweier Hotels im Nobel-Skiort St. Moritz. Danach arbeitete er ein Jahr bei Weltklasse-Koch Paul Bocuse.

Im Jahr 1978 trat Winkler die Nachfolge von Eckart Witzigmann im Münchner Restaurant Tantris an und leitete dieses bis 1991. Er wurde dabei unter anderem zum „Koch des Jahres“ gekürt und verteidigte den zweiten Michelin-Stern. 1981 bekam das Restaurant sogar drei Michelin-Sterne verliehen. Die drei Sterne behielt Winkler bis zu seinem Abschied im Jahr 1991.

Seit 1991 im Chiemgau tätig

Genau in diesem Jahr kam Winkler ins Chiemgau – und war seither Inhaber und Küchenchef des Hotels Residenz Heinz Winkler in Aschau. Das Fünf-Sterne-Hotel und Zwei-Sterne-Restaurant, das er 1988 gekauft hatte, gelten als Lebenswerk Winklers. Auch hier wurde sein Restaurant von 1994 bis 1995 und von 2001 bis 2008 mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Winkler wurde damit zum am meisten ausgezeichneten Koch in Deutschland. Den Sieben-Millionen-Finanzierungskredit für den Sterne-Tempel soll Winkler laut einem Bericht der Bild-Zeitung vor zwei Jahren abbezahlt haben – kurz nach seinem 70. Geburtstag (ovb-online.de berichtete ausführlich).

Winkler hinterlässt Ehefrau Daniela Hain und Sohn Alexander aus einer früheren Ehe, der seit 2012 als Restaurantleiter in Aschau tätig war. Sein zweiter Sohn Manfred, der auch aus einer früheren Beziehung stammt, starb 2013 nach einem Schlaganfall. Insgesamt war der Star-Koch, der laut Medienberichten bereits von der Rente auf Mallorca träumte, dreimal verheiratet.

mw

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