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Aschau schaut voraus

„Do schau hi!“ Herbert Reiter setzt mit neuer Aktion touristische Anreize

Die ersten Gäste buchen bereits ihren Sommerurlaub: Leiter der Tourismus Information in Aschau Herbert Reiter ist bereit für das Jahr.
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Die ersten Gäste buchen bereits ihren Sommerurlaub: Leiter der Tourismus Information in Aschau Herbert Reiter ist bereit für das Jahr.

Aschau - Wir sind im dritten Jahr der Pandemie. Die Tourismus- und Kulturbranche hat in den vergangen Jahres alles über Schließungen, reduzierte Besucherzahlen und jetzt die 2G/2G+ Regelung mitgemacht. Herbert Reiter, Leiter der Tourist Information Aschau erklärt in einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen wie die Pandemie den Tourismus nachhaltig beeinflusst hat.

Wie sind Sie auf das Motto „Schauen“ gekommen und wie setzen Sie es um?

Herbert Reiter: Aschau zählt zu den besonderen Tourismusorten, die immer wieder zum Schauen, Staunen und zu neuen Perspektiven einladen. So richtet das touristische Jahresmotto von Aschau sein Augenmerk heuer auf das Thema „Schauen“. Zusammen mit meinem Team der Tourist Info interpretieren wir immer wieder neu außergewöhnliche Themenbereiche mit Witz, Esprit und einem Hauch Ironie. So wird es in diesem Jahr wieder ganz im Sinne des Mottos „Schauen“ unter dem Begriff „Do schau hi!“ einiges in Aschau zu bestaunen geben.

Was planen Sie genau dieses Jahr zum touristischen Jahresmotto?

Reiter: Von neuerrichteten Stationen, rund um optische Täuschungen über besonders gekennzeichnete Blickwinkel und Fotopunkte, bis hin zu einer „A Schau-Fenster“-Runde durch den Ort. Auch die 28 Meter hohe Himmelsleiter – ein Kunstobjekt, das ab März am Kirchturm der Katholischen Aschauer Pfarrkirche zu sehen ist – , sowie ein neu angelegter Meditationsweg um die Pfarrkirche werden ein richtiger Hingucker. Ein besonderer Blick gilt auch der Namensgebung der Straßen und Brücken – hier wird Bezug zu der Person beziehungsweise Örtlichkeit genommen, nach welcher die Straße/Brücke benannt wurde. Auch neue Führungs-Angebote werden zum Staunen einladen. Kurzum: 2022 soll strahlende Augen und begeisternde Blicke zaubern.

Derzeit befinden wir uns mitten in der Wintersaison. Merkt Aschau etwas von der 2G/2G+ Regelung?

Reiter: Die Skilifte im Bergsteigerdorf Sachrang dürfen von Geimpften und Genesene ohne zusätzlichen Corona-Test benutzt werden und somit verfügen die Betreiber damit ein 2-G-Konzept, wie es auch im Nachbarland Österreich gilt. Die Schneesicherheit im Bergsteigerdorf Sachrang spielt dabei positiv in die Karten.

Wie sind die Anfragen für den Sommer?

Reiter: Es geht jetzt los, wir merken, dass die Urlaubsplanung bei den Gästen im vollen Gange ist. Viele Anfragen über freie Quartiere erreichen täglich meine Kolleginnen. Man merkt total, die Leute wollen wegfahren und freuen sich auf den Urlaub in diesem Jahr.

Denken Sie, dass der Trend „Urlaub daheim“ sich weiter fortsetzt?

Reiter: Davon bin ich absolut überzeugt, unsere Region wird als Reiseziel noch immer relevanter. Eine Umfrage zeigt, für fast zwei Drittel (67 Prozent) ist die Pandemie der ursächliche Grund, einen heimatnahen Urlaub zu wählen. Gerade der Urlaub im eigenen Land gibt Sicherheit. Unseren Fokus legen wir dabei ganz klar auf eine nachhaltige Tourismusentwicklung, Infrastrukturplanung und der Qualitätssteigerung der Angebote. Auch die Besucherströme noch besser zu lenken ist eine Aufgabe von uns zusammen mit verschiedenen anderen Akteuren.

Wir befinden uns im dritten Jahr der Pandemie. Hat Corona den Tourismus nachhaltig beeinflusst?

Reiter: Auf alle Fälle. Es ist schon wirklich eine massive Durststrecke für unsere Leistungsträger. Man muss sich vorstellen, von zwei Jahren Corona haben unsere Beherbergungsbetriebe insgesamt fast ein ganzes Jahr geschlossen gehabt. Gerade die Tourismusbranche musste sehr viele Einschränkungen und Auflagen hinnehmen. Trotzdem hoffen wir voller Zuversicht, dass die kommende Saison unbeschwerter sein wird und so gehen wir diese weiter mit vollen Elan an.

Wie ist die Stimmung bei den Gastronomen und Touristikern vor Ort?

Reiter: Da macht sich eine getrübte Stimmung breit und das ist auch absolut verständlich. Gerade die Gastronomie und der Tourismus sind einer der Hauptverlierer der Pandemie. Kurzarbeit, die ständige Unsicherheit aufgrund der Diskussionen über mögliche weitere Einschränkungen und vieles mehr trübt besonders unsere Branche. Dabei sei die Gastgeberrolle eine so schöne Dienstleistung am Menschen. Und leider müssen wir davon ausgehen, dass ganz aktuell im Ort eine Schließung bevorsteht.

Heuer sind auch wieder einige Feste geplant. Ist es für den Tourismus in der Region wichtig, dass solche Feste stattfinden?

Reiter: Selbstverständlich erschweren die ständig wechselnden Vorgaben die Planungen. Derzeit finden in den Vereinen unzählige Besprechungen, Abstimmungen statt. Die Gemeinde Aschau und wir als Tourist Info sind dabei im engen Austausch mit den Ortsvereinen und unterstützen soweit wie möglich. Trotz der Umstände ist es bewundernswert, mit welchem Eifer und Euphorie sich die Aschauer Ortsvereine bemühen. Es wäre sehr schön, wenn durch die Vereinsfeste wieder ein bisschen „Unbeschwertheit und Normalität“ Einzug im Priental halten könnte.

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