Pressemitteilung Bürgerliste Zukunft für Aschau

Zukunft für Aschau: Themenabend Energieversorgung

"Global denken - regional handeln"-, so lautete das Motto beim "Themenabend Energieversorgung".

Aschau im Chiemgau - "Global denken - regional handeln"-, so lautete das Motto beim "Themenabend Energieversorgung" am vergangenen Dienstag im vollbesetzten Chalet-Saal in Aschau im Chiemgau.

Der Bürgermeisterkandidat der Bürgerliste Zukunft für Aschau Simon Frank lud hierzu die beiden Energieexperten Dr.-Ing. Christian Bichler und Dipl.-Ing. Stefan Schubert vom Ingenieurbüro KESS aus Prien zu einem Fachvortrag ein. Frank hat selbst Erfahrung als Planungs- und Projektingenieur im Bereich der Energie- und Wasserwirtschaft und möchte das Thema regenerative Energie vor Ort vorantreiben.

Kurzweilig zeigten die Ingenieure die Möglichkeiten verschiedener Wärmeerzeuger zur Gebäudeheizung auf.Insbesondere die Optionen der Errichtung weiterer Nahwärmenetze wurde näher beleuchtet. So sind die Bereiche um das Seniorenheim bis nach Haindorf, das Areal Sporthalle mit den benachbarten Kindergärten und der teilstationären Tagespflege sowie der gesamte Ortskern Sachrang für eine Erschließung mit Nahwärme prädestiniert.

"Auch der naheliegende Bereich des Heizwerkes Hohenaschau 'Hofbichl und Beerweiher' ist ein potenzielles Nahwärme-Erschließungsgebiet. Mit Erstellung eines Versorgungsstranges könnte man nach detaillierterer Prüfung zudem das gemeindliche Feuerwehrhaus anschließen." so Frank. Die dort bestehende zwanzig Jahre alte Heizungsanlage ist durchgerostet. Die Gemeinde plant derzeit nochmals eine Ölheizung als Ersatz. Auch im Seniorenheim Priental wurde nach nur ca. 10 Jahren Laufzeit kürzlich eine gänzlich neue Heizkesselanlage beschafft. Die Kosten für die beiden Anlagen werden sich voraussichtlich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag belaufen.

In zentralen Biomasse-Heizwerken wird in der Regel überschüssiges "Abfallholz" aus unseren heimischen Wäldern zur Wärmeerzeugung genutzt. Die Wege der Brennstoffgewinnung in unserem Gemeindegebiet sind kurz. Hierdurch könnte man neben dem weitaus besseren Gesamt-Wirkungsgrad auch einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Luftschadstoff- und Treibhausgas-Emissionen erzielen. Zudem seien die gesetzlichen Mindestanforderungen des Klimaschutzgesetzes erfüllt, zugleich die regionale Wertschöpfung gefördert und somit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Gas und Öl aus Russland bzw. Nahost reduziert.

Für Simon Frank ist die Anwendung grundlegender Elemente zur Erreichung von Energie-, Klima- und Umweltschutzzielen bei gemeindeeigenen Bauprojekten, wie der geplanten neuen Sporthalle, unverzichtbar. Die Ausführungsplanung für dieses Bauprojekt wird wohl in Kürze in Auftrag gegeben. Konzeptionelle Planungsänderungen sind dann nicht mehr möglich, es werden Fakten geschaffen. Über die technische Konzeption ist der Öffentlichkeit beispielsweise leider nicht viel bekannt - auch nicht, ob die angrenzenden Kindergärten, in denen ebenfalls bald altersbedingte Heizungsausfälle zu erwarten sind, über die Zentralheizung der geplanten Sportstätte mit Wärme versorgt werden können. "Die Gemeinde müsse gerade bei solch zukunftsweisenden Projekten als Vorbild herausragen. Vor allem mit elementaren Bausteinen wie dem südseitigen Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung über großzügige Fensterfronten, einer umfassenden Photovoltaik-Anlage auf einem Pultdach oder der nahezu selbstverständlichen Wärmerückgewinnung aus der warmen Abluft der zentralen Lüftungsanlage!" argumentierte Frank.

Nicht nur im Wärmeversorgungs-, sondern auch im Stromversorgungssektor wurden den gespannten Zuhörern innovative Visionen aufgezeigt. Frank nannte beispielsweise Ideen wie die Energie-Rückgewinnung aus dem künftig vom Berg rauschendem Abwasser aus dem Kampenwandgebiet oder die Wasserkraft-Nutzung der dort oben vorhandenen und bald nicht mehr wasserwirtschaftlich genutzten Quellen. "Um solche und weitere Innovationen einfließen zu lassen, würde ich im Falle meiner Wahl dringend ein professionelles Projektmanagement mit Projektleiter, Arbeitskreis und Lenkungsausschuss für derart weittragende Vorhaben einführen" so der Bürgermeisterkandidat.

Nach einer regen Fragen- und Diskussionsrunde verabschiedete Simon Frank die interessierten Gäste und blickte nach vorne - auf eine "energiereiche Zukunft".

Pressemitteilung Bürgerliste Zukunft für Aschau

Zurück zur Übersicht: Aschau

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT