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Nach Gewaltverbrechen in Aschau im Chiemgau

Ergreifender Abschied von Hanna (†23): „Wirst immer in unseren Herzen sein“

Aschaus Bürgermeister Simon Frank beim Eintrag ins Kondolenzbuch zum Tode von Hanna W.
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Aschaus Bürgermeister Simon Frank beim Eintrag ins Kondolenzbuch zum Tode von Hanna W.

Während die Ermittler weiter auf der Suche nach Spuren und einem möglichen Tatverdächtigen im Fall Hanna (†23) sind und Bürger zum Teil die Sicherheit in der Gemeinde Aschau infrage stellen, versuchen Familie und Freunde den großen Verlust und die Trauer um die junge Frau zu verarbeiten. Die Anteilnahme ist weiter riesig. In einer emotionalen Todesanzeige nehmen nun auch Hannas Freunde Abschied von einem liebevollen und geschätzten Menschen.

Aschau im Chiemgau - Es ist eigentlich ein oberbayerisches Dorf wie aus dem Bilderbuch: die Gemeinde Aschau in den Chiemgauer Alpen. Verzierte Häuser mit gepflegten Gärten und üppigem Blumenschmuck auf den Balkonen. In den Straßen sind Einheimische wie Touristen unterwegs. Doch seit mittlerweile elf Tagen ist an Alltag nicht zu denken.

Hanna (†23) nach Club-Besuch in Aschau im Chiemgau getötet

Seit Hanna (23) nach einem Diskobesuch gewaltsam zu Tode kam, sind die Menschen in Sorge: Viele fragen sich nach dem Warum und Wieso. „Kann ich meine Tochter abends überhaupt noch auf die Straße gehen lassen?“, fragt sich zum Beispiel die Mutter einer 16-Jährigen.

Außerdem ist das Mitgefühl mit der Familie des Opfers enorm. Genau 20 Tage vor ihrem 24. Geburtstag wurde Hanna aus dem Leben gerissen. Von wem, ist weiterhin unklar. Dessen ungeachtet, versuchen Familie und Freunde den enormen Verlust zu verarbeiten. Zwei Tage vor der Trauerfeier in der Aschauer Pfarrkirche nimmt der Freundeskreis von Hanna in einer bewegenden Traueranzeige Abschied von der Medizin-Studentin.

Bewegende Traueranzeige für getötete Hanna (†23)

Erschienen in den OVB-Heimatzeitungen heißt es: „I hab di leben g´sehen, so sehr leben, dass i´s nie vergiß; Du warst ane von dene, die des können, Leben ohne Kompromiss.“ Neben dem emotionalen Vers ist ein Bild von Hanna. Das lebensfrohe Mädchen lächelt. Ein Lächeln, das viele fröhlich stimmte und immer in bester Erinnerung bleiben wird. „Du wirst immer in unseren Herzen sein“, heben Hannas Freunde hervor.

In einer emotionalen Todesanzeige nehmen die Freunde Abschied von Hanna (†23).

Bereits vor wenigen Tagen hat die Familie in einer bewegenden Traueranzeige Abschied von ihrer Tochter, Enkelin und Schwester genommen. In der liebevoll gestalteten Anzeige heißt es unter anderem: „Deine Zeit mit uns war viel zu kurz und doch so intensiv und gewaltig schön“.

Auch in den sozialen Medien und in dem von der Gemeinde Aschau im Chiemgau eingerichteten Kondolenzbuch richten Hunderte emotionale Worte an die Verbliebenen und teilen ihr Mitgefühl.

Ermittlungen im Fall Hanna (†23): Intensive Absuche neuer Bereiche

Um den Schmerz verarbeiten zu können, hoffen viele Bürger aus Aschau im Chiemgau, dass der Fall so schnell wie möglich aufgeklärt wird. Die Ermittler suchen auch am Mittwoch (12. Oktober) weiter nach Spuren und Hinweise. Aufgrund einer fallanalytischen Bewertung der vorliegenden Spuren und Erkenntnissen werden weitere Bereiche intensiv abgesucht. Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchkämmen in den kommenden Stunden den Parkplatz der Kampenwandbahn und dessen umliegende Bereiche 

„Dieser Fall hat für uns allerhöchste Priorität. Kolleginnen und Kollegen verschiedener Dienststellen arbeiten seit dem Auffinden der jungen Frau mit großem persönlichem Einsatz und allen verfügbaren Mitteln an der Klärung dieses Falles. Wir sind sehr betroffen und wollen die Umstände dieses schlimmen Todesfalles bald möglichst aufklären. Uns ist bewusst, was dieser Schicksalsschlag für Familie, Angehörige und Freunde bedeutet. Aber auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist sehr stark tangiert“, sagte Kriminaldirektor Hans-Peter Butz, der Leiter der Sonderkommission „Club“, bereits nach den ersten Ermittlungstagen.

Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Hanna war Anfang Oktober (Nacht von 2. auf 3. Oktober) aus der Disco „Eiskeller“ nicht nach Hause gekommen und Stunden später von einem Passanten tot in der Prien entdeckt worden. Die Polizei geht weiterhin von einem Gewaltverbrechen aus.

Natürlich haben wir auch ein Unglücksgeschehen ständig auf dem Schirm, aber aufgrund der aktuellen Erkenntnisse und Ergebnisse unserer Experten, der Rechtsmediziner, steht ganz klar eine Gewalteinwirkung durch Dritte im Mittelpunkt der Untersuchungen“, erklärte hierzu Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Ende der vergangenen Woche.

mz/jg

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