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Nach Tragödie um Hanna (†23)

Fluss Prien stundenlang mit Hubschrauber abgesucht, doch Erfolge bleiben vorerst aus

Ein Hubschrauber kombiniert mit einer Hightech-Boje kam bei der Suche nach Spure zum Fall Hanna zum Einsatz.
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Ein Hubschrauber kombiniert mit einer Hightech-Boje kam bei der Suche nach Spuren zum Fall Hanna zum Einsatz.

Seit Montag (3. Oktober) ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei im Fall eines Tötungsdeliktes an einer jungen Frau, Hanna (23). Nun wurden auch ein Hubschrauber und eine Recco-Boje bei der Suche eingesetzt.

Update, 18 Uhr - Helikopter-Suche erfolglos eingestellt

Große Hoffnung machte im Laufe des Tages die Suche mit einem Helikopter und einer Spezial-Boje. Der Hubschrauber sollte in der Prien vor allem Hannas Handy finden, nachdem zuvor schon die Jacke der getöteten 23-Jährigen als eines der Fundstücke aus dem Fluss verifiziert worden war. Bedauerlicherweise blieb die Helikopter-Suche allerdings weitestgehend erfolglos. Ganze vier Stunden lang war der Polizeihubschrauber über der Prien im Einsatz.

Abgesucht wurde der Bereich zwischen Aschau im Chiemgau und Hannas Fundort in Prien am Chiemsee. Laut einem Polizeisprecher hob der Polizei-Heli gegen 12.45 Uhr das erste Mal ab. Gegen 16.45 Uhr wurde der Einsatz dann für den Freitag (7. Oktober) offiziell als beendet erklärt, ohne signifikante Ermittlungserfolge. Zeitweise hatte der Hubschrauber mit tief stehenden Nebelfeldern über Aschau zu kämpfen.

Was genau für den Samstag geplant ist, dazu konnte sich der Sprecher der Einsatzzentrale noch nicht äußern. Fest steht allerdings, dass die Ermittlungsarbeiten weiterhin auf Hochtouren laufen und dass weder Kosten noch Mühen gescheut werden, um die Tragödie um Hanna aufzuklären.

Update, 15.40 Uhr - Hannas Jacke gefunden

Wie ein Sprecher der Einsatzzentrale der Polizei auf Anfrage erklärte, liegen derzeit noch keine signifikanten Ergebnisse von der Hubschraubersuche vor. Zu Beginn wurde die Suchaktion durch starken Nebel erschwert. Der Hubschrauber konnte dadurch nicht tief genug fliegen. Als sich das Wetter lichtete, rückte der Helikopter erneut aus. Konkrete Ergebnisse der Suche konnten noch nicht präsentiert werden. Alles, was man gefunden habe, werde zunächst geprüft.

Nebel erschwerte die Suchaktion zu Beginn

Allerdings konnte in der Zwischenzeit vermeldet werden, dass Hannas Jacke in der Prien gefunden wurde (wir berichteten). Der Fund gelang allerdings schon bei einer Suche in den vergangenen Tagen. Im Laufe des Vormittags konnte lediglich verifiziert werden, dass es sich tatsächlich um die Jacke der getöteten Hanna (23) handelt.

Update, Freitag (7. Oktober) - 12.50 Uhr - Polizei sucht Prien mit Hubschrauber ab

Die Ermittlungen der Polizei - speziell der „Soko Club“ - laufen weiterhin auf Hochtouren. Als nächsten Ermittlungsschritt setzen die Polizisten nun einen Hubschrauber ein. Dieser soll verbunden mit einer sogenannten Recco-Boje die Prien absuchen. So schildert es Polizeisprecher Stefan Sonntag gegenüber rosenheim24.de. Die Boje fungiert dabei als eine Art Metalldetektor. Damit versuchen die Beamten Gegenstände, die mit der Tragödie um Hanna (†23) in Zusammenhang stehen könnten, aus der Prien zu bergen. Beispielsweise von Hannas Handy fehlt zum aktuellen Zeitpunkt noch jede Spur.

Die Recco-Boje kam auch vor einigen Wochen beim Drama am Hochkalter zum Einsatz. Hier konnte durch das technische Gerät der Laptop des vermissten Julian P. in den Schneemassen gefunden werden.

Erstmeldung - Soko Club informiert über Stand der Ermittlungen

Aschau im Chiemgau / Prien am Chiemsee - Kriminaldirektor Hans-Peter Butz, der Leiter der Sonderkommission „Club“, zieht nach vier Tagen intensivster Ermittlungen eine erste Bilanz:

„Dieser Fall hat für uns allerhöchste Priorität. Kolleginnen und Kollegen verschiedener Dienststellen arbeiten seit dem Auffinden der jungen Frau mit großem persönlichem Einsatz und allen verfügbaren Mitteln an der Klärung dieses Falles. Wir sind sehr betroffen und wollen die Umstände dieses schlimmen Todesfalles bald möglichst aufklären. Uns ist bewusst, was dieser Schicksalsschlag für Familie, Angehörige und Freunde bedeutet. Aber auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist sehr stark tangiert.

Von großer Bedeutung ist es gerade deshalb, dass wir unsere Untersuchungen und Ermittlungen mit größter Genauigkeit durchführen, die aufgrund des komplexen Falles jedoch noch geraume Zeit erfordern werden.

Mittlerweile haben wir auch die Operative Fallanalyse (OFA) in die Untersuchungen mit eingebunden. Auf Grundlage der aktuellen Einschätzungen von Experten, insbesondere der rechtsmedizinischen Untersuchungsergebnisse, gehen wir im vorliegenden Fall von einem Gewaltdelikt aus und priorisieren diese Ermittlungsrichtung. Natürlich berücksichtigen wir aber bei unseren Ermittlungen stets auch andere denkbare Fallkonstellationen, wie beispielsweise ein Unfallgeschehen.“     

Inzwischen arbeiten laut Polizeiinformationen zeitweise bis zu 60 Ermittlerinnen und Ermittler in der Soko „Club“ bei der Kriminalpolizei Rosenheim an der Klärung des Falles. Neben Erkenntnissen, die aus den bisherigen rechtsmedizinischen und kriminaltechnischen Untersuchungen stammen, stehen personal- und zeitintensive Tätigkeiten, insbesondere im Bereich der digitalen Spuren und Vernehmungen zahlreicher Zeugen derzeit im Vordergrund.

Über das Hinweistelefon gingen bei der Soko bislang knapp 70 Hinweise ein, die im Einzelnen bewertet und überprüft werden müssen. An die 30 Personen überließen den Ermittlern inzwischen über das freigeschaltete Medien-Upload-Portal Foto- und Videomaterial. Auch hier ist eine akribische Sichtung vonnöten. So schildert es die Polizei in einer Pressemitteilung.

Nachdem in den vergangenen Tagen Suchen sowohl am Boden entlang des Ufers des Flusses Prien, als auch aus der Luft mittels Drohnen und Polizeihubschrauber stattfanden, sind seit dem heutigen Donnerstag (6. Oktober) Taucher der Bereitschaftspolizei und die Beamten der Wassersschutzpolizei Prien am Chiemsee im Einsatz, um, den Flussbereich selbst abzusuchen.

nt mit Material des PPOBS

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