Horror-Crash bei Aschau im Chiemgau

Tragischer Tod von Vroni R.: Zeitfenster minimiert und "Puzzle-Teile zusammenfügen"

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Aschau im Chiemgau - Viel zu früh wurde die 23-jährige Vroni R. aus dem Leben gerissen. Nach einer Partynacht in einer Disco in Aschau im Chiemgau erfasste sie ein Auto auf dem Heimweg. Sie verstarb am Tag drauf im Krankenhaus. Weiterhin steht ein 27-jähriger Freund unter Verdacht.

Dieser tragische Unfall wühlt die Menschen in Oberbayern auf. In der Nacht von Samstag, 5. Januar, auf Sonntag, 6. Januar, wurde Vroni R. auf dem Heimweg von einer Disko auf der Straße zwischen Aschau und Hohenaschau von einem Auto angefahren und blieb reglos am Boden liegen. Der Fahrer fuhr einfach weiter. Wenig später verstarb die 23-Jährige im Krankenhaus.


Der zunächst flüchtige Unfallfahrer wurde einen Tag drauf von der Polizei festgenommen, kurz darauf aber wieder freigelassen. Der Grund: Nach den ersten Untersuchungen von Gutachtern am mutmaßlichen Tatfahrzeug, konnte der Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes vorerst nicht erhärtet werden

Nach der Festnahme des Tatverdächtigen am 7. Januar wurde unmittelbar damit begonnen, das mutmaßliche Tatfahrzeug durch Spezialisten der Spurensicherung sowie durch Gutachter zu untersuchen. Dabei konnten keine Spuren festgestellt werden, die darauf hinweisen, dass der Fahrer einen möglicherweise stattgefundenen Verkehrsunfall bemerkt haben müsste


Der Gutachter konnte weiterhin keine Beschädigungen an dem VW Golf feststellen, die einen sicheren Rückschluss auf einen Verkehrsunfall zulassen. Allerdings konnte das Ziergitter, welches am Tatort gefunden wurde, eindeutig dem VW Golf zugeordnet werden. 

DNA-, Mikro- und Faserspuren sollen bei Aufklärung helfen

Dies verneinte der 27-jährige Fahrer, der mit Vroni R. zusammengearbeitet hatte, bislang jedoch. Sie waren beide in der Residenz Heinz Winkler in Aschau beschäftigt, sie als Rezeptionistin, er als Koch. Auch wenn sich der 27-Jährige wieder auf freiem Fuß befindet, heißt dies noch nicht, dass sich der junge Mann letztendlich nicht für einen vermeintlichen Unfall verantworten muss. 

Wie OVB-Heimatzeitung nun berichtet, sei es der Ermittlungsgruppe "Schneefall" gelungen, das Zeitfenster, in dem das Teil verloren gegangen sein muss, aufgrund von Fahrtenbücher der Schneepflüge, Videoaufnahmen und da das Ziergitter trotz starkem Schneefall auf dem Schnee lag, auf ein Minimum zu reduzieren. 

Oberstaatsanwalt Gunther Schabert erklärte der OVB-Heimatzeitung: "Es laufen mehrere Gutachten. Jetzt gilt es, die Ergebnisse und einzelne Puzzle-Teile zusammenzufügen." Vor allem von den zahlreich gesicherten DNA-, Mikro- und Faserspuren am Wagen erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse. 

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