Widerstand gegen die Planungen

Wird durch die Modernisierung der Bahn die Kampenwand zum Rummelplatz?

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Aschau - Der Aschauer Gemeinderat begrüßt das Vorhaben, die Kampenwandseilbahn zu modernisieren und die über 60 Jahre alte Einrichtung als funktionierenden Betrieb für Aschau und den Tourismus zu erhalten. Doch es regt sich Widerstand:

Gut 61 Jahre ist die Kampenwandseilbahn nun alt und der Aschauer Gemeinderat begrüßt das Vorhaben, die Bahn zu modernisieren und für den Tourismus zu erhalten. Das berichtet die Chiemgau Zeitung am Donnerstag. In den kommenden Jahren sollen die alten Vierergondeln der Seilbahn durch moderne Achtergondeln ersetzt werden - der Gemeinderat ist sich sicher, dass diese Modernisierung für seine Gäste und auch für die Region von Vorteil sei. 

Angestoßen hat diese Gemeinderat-Diskussion die Anfrage einiger Anwohner. Laut OVB fühlen sie sich durch den bereits genehmigten Ausbau der Bahn überrumpelt. Zudem hätten sie die Befürchtung, dass durch die neuen Gondeln, durch die künftig 2050 Besucher pro Stunde statt bisher 450 Besucher pro Stunde auf den Berg befördern können, sich die Kampenwand zu einem Rummelplatz entwickeln könnte. Neben zu weniger Parkplätze im Tal kritisierten Bürger weiterhin, dass die Folgen für die gebeutelte Flora und Fauna entlang der Wanderwege und für die ausgewiesenen Schutzgebiete bei solchen Gästezahlen nicht absehbar seien.

Kampenwandgebiet vertrage Besucher-Steigerung bis 15 Prozent

Eric Zbil, Geschäftsführer und Eigner der Kampenwandbahn, dass die Bahn ohne großzügige Erneuerungen mittelfristig nicht mehr betrieben werden könne, so die Chiemgau Zeitung weiter. Hauptsächlich ginge es um den steigenden Komfort für die Besucher, geringere Wartezeiten und auch die Barrierefreiheit für behinderte Menschen.

Zbil wies laut OVB darauf hin, dass die Befürchtungen der Anwohner ausschließlich davon ausgingen, dass eine erhöhte Beförderungskapazität automatisch auch eine höhere Passagierzahl mit sich bringe. Diese Annahme sei grundsätzlich falsch; der Umbau der Anlage von 1997 habe keine erkennbare Steigerung der Fahrgäste mit sich gebracht. Eine anzunehmende Zunahme in der Größenordnung von etwa zehn bis 15 Prozent sei zudem für das Kampenwandgebiet zu verkraften, die beteiligten Behörden - einschließlich der Naturschutzbehörden - hätten im Vorfeld Zustimmung für die Planungen signalisiert.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf ovb-heimatzeitungen.de oder in Ihrer gedruckten Chiemgau Zeitung.

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