Kommunwahl 2014 in Bad Endorf

Doris Laban gewinnt knapp in Bad Endorf

+
Doris Laban (ABE) setzte sich knapp gegen Alois Loferer von der CSU durch.

Bad Endorf - Die Entscheidung der Stichwahl ist gefallen: Doris Laban vom Aktionsbündnis für Bad Endorf setzt sich mit 51,94% der Stimmen gegen Alois Loferer durch.

Im ersten Wahlgang am 16. März konnte kein Kandidat die absolute Mehrheit für sich erreichen. Nun wird die Auswahl für die Wähler eingeengt: Aus ursprünglich sechs Kandidaten stehen nur noch Alois Loferer für die CSU und Doris Laban (Aktionsbündnis für Bad Endorf) zur Wahl. Wer wird das Rennen in der Marktgemeinde machen? Wir haben beide vor der Entscheidung befragt!

Die Bürgermeister-Kandidaten vor der Stichwahl

1. Die Stichwahl ist eine Persönlichkeitswahl: Wo sehen Sie hier Unterschiede zwischen Ihnen und Ihrem Gegenkandidaten? 

Alois Loferer (CSU): Es verbietet der Anstand, die Gegenkandidatin zu bewerten – daher muss ich die Frage aus meiner Warte beantworten. In Bad Endorf gibt es eine Vielzahl von unaufschieblichen Herausforderungen – z.B. Kanal, Verkehr, Entwicklung des Ortszentrums, GWC - deren Lösungen tiefgehende Kenntnisse über Bad Endorf erfordern, die ich bereits habe. Diese Lösungen können nur mit dem Gemeinderat und vielen weiteren Gremien in Behörden, Politik und Wirtschaft gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden. Dies erfordert hohe kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit und Führungsqualität – Eigenschaften, die mich in meinem Beruf als Architekt und Projektleiter auszeichnen. Ich mag Menschen und bin gerne im Dialog – nur wer mit seinen Mitmenschen ins Gespräch kommt, kann begeistern und überzeugen.

Doris Laban (ABE): Alois Loferer und ich haben einen komplett unterschiedlichen Werdegang. Ich bringe langjährige juristische und betriebswirtschaftliche Erfahrung ein. Über viele Jahre war ich in verantwortungsvoller Position für Personalführung verantwortlich. Einen Einsatz im Kanzleramt habe ich abgelehnt, weil ich meine bayerische Heimat nicht verlassen wollte. Seit sechs Jahren leite ich die Verwaltung eines Rathauses mit über 150 Mitarbeitern. Herr Loferer ist ein junger Architekt in einem großen Architekturbüro. Entscheidend sind aber nicht die Unterschiede die ich sehe, sondern das was der Wähler als beste Lösung für den Ort ansieht.

2. Wo sehen Sie inhaltliche Differenzen bzgl. Ihrer politischen Ziele für die Gemeinde? 

Loferer: Mit dem Wahlprogramm der CSU Bad Endorf greife ich bereits jetzt auf ein breit gefächertes und tiefgehendes Programm für die nächsten sechs Jahre zurück, mit dem ich meine Arbeit als zukünftiger Bürgermeister sofort aufnehmen kann. Bereits bei der Zieldefinition berücksichtigen wir wesentlich mehr Aspekte, die für den Ort wichtig sind, insbesondere zu sozialen Themen wie der Familien- und Seniorenpolitik, bei der Ortsentwicklung oder bei Landwirtschaft, Natur und Energiewende, zweier Themenfelder mit sehr großer Bedeutung in ländlichen Gemeinden. Wir stellen Themen aber nicht nur fest, sondern nennen darüber hinaus bereits konkrete Maßnahmen und Vorgehensweisen. Dieses Programm kommt aus der Mitte der Bad Endorfer Bürgerschaft, denn es wurde im intensiven Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen unserer Reihe „CSU hört zu“ entwickelt. Ich habe damit eine konkrete und verlässliche Arbeitsgrundlage, um im Bürgerdialog und in der Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen den Ort maßgeblich weiterzuentwickeln.

Laban: Ich bin ein gänzlich unpolitischer Mensch. Das war auch der Grund dafür, dass ich nicht für eine bestimmte Gruppierung zur Wahl angetreten bin. Das Aktionsbündnis Bad Endorf hat in seinem Inserat ausdrücklich einen Bürgermeister/in für Bad Endorf gesucht, nicht für das ABE. Mein einziges "politisches" Ziel ist, den aus sechs Fraktionen bestehenden Gemeinderat zu einen und für die gemeinsamen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ziele Bad Endorfs zu begeistern. Ideen gibt es viele, die Ziele müssen nur genau definiert und dann konsequent verfolgt werden. Deshalb auch der Slogan: "Man muss es nicht nur wollen, man muss es auch können!" Ich kann es.

3. Wie bewerten Sie Ihre Chancen nach der Wahl am 16. März? Hoffen Sie auf Unterstützung von anderen Listen/Parteien?

Loferer: Im ersten Wahlgang bei starker Konkurrenz und insgesamt sechs Kandidaten mehr als 31% zu erzielen, ist ein großartiger Etappenerfolg. Mit dem mit großem Abstand besten Einzelergebnis mit über 3100 Stimmen bei der Gemeinderatswahl geben mir die Bürgerinnen und Bürger zusätzlichen Rückenwind für den 30. März. Nichtsdestotrotz gilt es in der Stichwahl mehr als 50% der Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Durch Gespräche mit Vertretern anderen Gruppierungen weiß ich, dass auch dort eine große Anzahl von Personen mir ihr Vertrauen schenkt. Wichtig ist in jedem Fall eine hohe Wahlbeteiligung – daher mein Aufruf an alle Wählerinnen und Wähler: gehen Sie zur Stichwahl am 30. März und geben Sie mir bitte Ihre Stimme!

Laban: Ich möchte diese Wahl am 30. März gewinnen. Zuversicht gehört zu diesem Amt und ich glaube an Bad Endorf. In diesem Ort steckt viel Potenzial und ich kann dieses Potenzial entwickeln. Bei meinen vielen Hausbesuchen ist mir sehr viel Sympathie entgegengebracht worden und ich glaube die Wähler wissen am besten was sie wollen. Den Bad Endorferinnen und Bad Endorfern kann ich nur sagen, es geht zwar um Ihre Wählerstimme, aber vor allem geht es um Ihr Vertrauen. Gehen Sie am Sonntag zur Wahl und ich werde ihr Vertrauen würdigen.

Zurück zur Übersicht: Bad Endorf

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT